Ich bin dann mal weg

Mein Zimmer sieht endlich nicht mehr aus wie Sau, der Koffer ist gepackt und oh Wunder es sind sogar echt ein paar Dinge drin die für mich sind. Den aktuellen Comic 100 Bullets: Split Second Chance habe ich durch und bei Ian McEwans The Child in Time kriege ich die letzten 25 Seiten auch noch durch bevor die Reise los geht. Nachdem Google mich neuerdings auch noch mit Werbung auf japanisch beglückt obwohl ich außer meinem Namen und noch so ca. 25 Kanji echt nichts lesen kann, bloß weil man um noch Kleinigkeiten abzuklären ein paar eMails an Japaner geschrieben hat und zwar auf englisch, und es hier heute morgen kurz geregnet hat, stehen alle Zeichen ganz klar auf Urlaub. Nachdem ich auch nichts mehr von meiner Reisebegleitung gehört habe ist er entweder beim Fußball vom Blitz getroffen worden oder kerngesund. Da ich in Japan meine Zeit eher nicht in Internetcafés verbringen werde und auch sonst gut beschäftigt sein werde, gibt es in nächster Zeit keine neuen Einträge und es werden auch keine Kommentare freigeschaltet.

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DHB-Pokal Runde 1

TV Neuhausen – Leichlinger TV  40:26 (19:11)

Nachdem ich ja blöderweise die ersten drei Saisonspiele wegen meinem Urlaub verpasse und damit auch das Auswärtsspiel gegen Herrenberg in Tübingen, ging es gestern Abend nicht partymachen sonden zum Handball. Spannend war es nur gut 20 Minuten, dann konnte man von 13:11 auf den Halbzeitstand davonziehen. Sehenswert war es trotzdem, dafür sorgte Leichlingens Trainer der die vollen 60 Minuten alles gab und wild an der Seitenlinie schrie, tanzte und mit den Armen fuchtelte. Ansonsten hat man gesehen, dass Jerry noch nicht so ganz mit seiner Rolle in der 3-2-1 zurecht kommt und so manches mal zu früh oder zu spät den Schritt nach vorne machte oder die Gegenspieler nicht richtig fest machte. Nachdem er als Linkshänder gegen die Halblinken verteidigen muss, sollte da noch was passieren sonst haben die anderen Teams es doch zu einfach über die Königsposition zu Toren zu kommen. Im Angriff ist er leider auch eher der Spieler, der über die Schnelligkeit und Athletik kommt und die Gegner austanzt und bis zum Kreis durchkommt. Warum leider? Weil wir mit Ralle schon einen Linkshänder mit diesen Eigenschaften haben, der letzte Saison mit Martin Fiedler ein tolles Duo war das unterschiedlicher nicht hätte sein können. Jetzt ist der TVN im Angriff nicht mehr ganz so breit aufgestellt, aber dafür ist er auf Außen auch stark und kann dort Ali ab und an mal entlasten. Jetzt wäre es auch endlich mal an der Zeit für einen attraktiven Gegner aus Liga 1 in der nächsten Pokalrunde, aber bei dem Losglück der vergangenen Jahre wäre es dann wohl ein Auswärtsspiel gegen Gummersbach.

Joe Bonamassa – The ballad of John Henry

Nach dem ganzen Krach jetzt auch mal Musik für den Anzugträger mitte 40. Blues-Rock der etwas härteren Art bekommt man hier von Joe Bonamassa in einer gesunden Mischung aus Fremd-(5) und Eigenkompositionen(7) geboten, gleich der Opener und Titelsong des Albums tritt trotz des Namens mächtig Arsch. Am bekanntesten von den Covern dürfte Feelin‘ Good von Anthony Newley und Leslie Bricusse sein, hat es der Song doch gesungen von Micheal Buble recht hoch in die deutschen Charts geschafft. Die Songs lassen ein richtig schönes Blues-feeling aufkommen, Joe Bonamassa kann jedem zeigen was für ein toller Gitarrist er ist ohne in ein „Ich bin tollerrer als alle anderen“-Gefrickel abzurutschen, was bei so manchem großen Gitarristen gerne mal passiert. Textlich schwankt es zwischen Beziehungkitsch und Songs über den typischen amerikanischen Working-Class Hero, wie etwa John Henry. Bonamassa singt selber und ist überraschenderweise auch dabei richtig gut, er ist ja schon als Gitarrist unterschätzt wie nochmal was, für seine Stimme gilt das erst recht. Man merkt ihm an, das er von den 70ern beeinflusst wurde, dennoch klingen die Songs modern und keinesfalls altbacken, auch die Cover nicht. Leute die gerne Blues hören kennen ihn sowieso schon und Hardrocker die mal ein wenig über den Tellerrand schauen wollen, sollten unbedingt mal bei Bonamassa reinhören.

Postseason

Dreiviertel der Saison sind gelaufen und ich die nächste Zeit im Urlaub, da kann ich dann zwar in Ruhe die NPB verfolgen und wenn mir der Regen nicht in die Quere kommt auch ein Spiel im Meji Jingu Stadium anschauen, aber morgens wenn die MLB-Spiele laufen schlafe ich noch oder bin schon wieder unterwegs, daher gibt es von mir neben ein bisschen Baseball-Trivia auch ein bisschen Baseball-Glaskugelei. Mariners Outfielder Micheal Saunders hat sich als Bücherwurm geoutet der nach dem Videostudium vor den Spielen immer gerne liest, und im Moment liest er George R.R. Martins großartige Fantasy-Reihe A Song of Ice and Fire und ist völlig zurecht schwer davon begeistert. Russell „3TO“ Branyan hat den bisher weitesten Homerun im neuen Yankee Stadium geschlagen und den Ball ins Upper Deck befördert, nebenbei gab es auch noch ein Multi-Homerun-Game (sein erstes?) von Ichiro, dem ja immer nachgesagt wird er könnte problemlos 30 Homeruns pro Saison schlagen, aber er legt einfach mehr Wert auf einen hohen Batting Average und außerdem sind Infield-Singels anspruchsvoller und schöner. Am Ende gab es dann trotz der vielen Homeruns eine 5-9 Niederlage. Und jetzt die Glaskugelei (Bei den Awards nur für die American League):

Manager of the Year: Terry Francona (BOS) (Ich weiß, dass sie nur 3. sind und die Postseason wohl verpassen, aber bei den vielen Verletzungen holt er echt noch das Beste aus dem Team heraus)
MVP: Miguel Cabrera (DET)
Rookie: Brennan Boesch (DET)
Cy Young: Felix Hernandez (SEA) (Falls sich hier jemand wundert, er ist eigentlich in allen Kategorien unter den Top5 außer bei den Wins, hat aber auch den bescheidensten Run-Support aller Starting Pitcher)
Anzahl der Hits von Ichiro: 212

Yankees – Twins     Rangers – Rays

Yankees – Rays

Rays

Cardinals

Phillies – Cardinals

Padres –  Phillies Cardinals – Giants

Hauptwohnsitz

Neulich gab es Post aus Ulm, nicht von der Uni sondern vom Oberbürgermeister persönlich, naja es stand zumindest sein Name drauf. Hab mich erst mal gewundert woher die meine Adresse haben und nein, die haben sie nicht von der Datenkrake Google, ich habe einfach meinen Zweitwohnsitz in Ulm und deswegen haben die auch die Adresse meines Erstwohnsitzes. Und warum habe ich jetzt einen Brief bekommen? Die haben nett gefragt ob ich den nicht meinen Erstwohnsitz ins schöne Ulm verlegen möchte. Nö will ich nicht! Aber jetzt bin ich dann doch neugierig geworden und wollte wissen warum Ulm überhaupt ein Interesse daran hat, dass ich mich ummelde. Es geht natürlich um das schnöde Geld. Wie ich dann heraus gefunden habe, bekommt eine Kommune abhängig von der Einwohnerzahl und jedes Jahr aufs neue berechnet Geld aus dem kommunalen Finanzausgleich. Wieviel? So um die 1000€. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden bietet mir die Stadt Ulm aber nichts für das Ummelden. Wenn die mir wenigsten zwei Karten fürs Kino und eine Cola zahlen würden, aber so wird das mit mir und Ulm leider nichts. Woanders bekommt man zum Beispiel Gutscheinheftchen oder Begrüßungsgeld.

Comeback Kid – Wake the Dead

Weil es gerade so viel Spaß macht, noch eine Hardcore-Band. Dieses mal Melodic Hardcore aus dem schönen Kanada. Das Debutalbum war ja schon mächtig oldschoolig aber der Nachfolger Wake the Dead geht noch weiter zurück in die Achtziger und das zeitlich mitten in der Hochphase des Ami-Metalcore was man ja wirklich positiv hervorheben muss. Auch wenn die Songs recht melodisch rüberkommen und schnell im Ohr hängen bleiben ist man doch weit davon entfernt in den Pop-Punk abzudriften. Der Gesang ist eigentlich fast durchgängig Gebrüll aufgelockert durch dicke Backgroundchöre im Refrain, zum Teil auch schön zum mitgröhlen. Das Tempo bleibt über die gesamte Albumdauer von knapp über 25 Minuten (Ist ja kein Prog-Rock-Konzept-Doppelalbum) ziemlich hoch und man sucht vergeblich nach einer Verschnaufpause und einen Durchhänger findet man hier auch nicht, die 11 Songs sind durchgängig auf hohem Niveau. Übermäßig innovativ und neu ist es nicht unbedingt aber das wollen Comeback Kid ja auch nicht sein. Man bekommt abgesehen vom Gesang ein überraschend abwechslungsreiches Hardcore-Brett mit schön melodischen Gitarren.

Übrigens kommt am 27.08 Symptoms & Cures auf den Markt und die Platte ist im RockHard-Soundcheck auf Platz 7 gelandet, kommt also auch bei Metal-Hörern gut an.

Google Street View

In meinem Blog soll man ja angeblich ab und an mal tatsächlich etwas nützliches lernen, dass einem im Leben wirklich weiterhilft. Das unvermeidliche wird passieren, Googles Street View kommt nach Deutschland. Wenn es nach dem Bund Deutscher Kriminalbeamter geht, hat das eine Einbruchswelle zur Folge da die Einbrecher dann in Ruhe am Computer die Nachbarschaft bewundern können ohne sich durch langsames vor dem Haus hin- und herfahren verdächtig zu machen. Da hab ich eine viel bessere Idee, schleimt euch einfach bei dem Schornsteinfeger ein, der für den Bezirk zuständig ist, in dem ihr einbrechen wollt. Warum? Ganz einfach, der war schon mal in allen Häusern und weiß wo es was zu holen gibt, hat gesehen ob es eine Alarmanlage gibt und manche Leute sind auch noch so nett und informieren ihren Schornsteinfeger von wann bis wann sie im Urlaub sind. Manchmal kommt es sogar noch besser und der Mann in schwarz weiß (Applaus für meinen unfassbar schlechten Humor) sogar wo der „Notfallschlüssel“ deponiert ist. Also Schornsteinfeger ausfindig machen, sich anfreunden oder ihn abfüllen oder beides und los gehts. Alternativ geben die Leute auch einfach freiwillig alle Informationen im Internet bekannt, aber mit Street View wird die Welt untergehen.

Mann über Bord

Manche Entscheidungen kann ich echt nicht nachvollziehen, klar spielen die Seattle Mariners schon das ganze Jahr kacke, aber jetzt Don Wakamatsu und den halben Trainerstab vor die Tür zu setzen und durch die Jungs aus Tacoma zu ersetzen ist doch echt Moppelkotze. Die sind zwar gut darin Spiele zu entwickeln, aber in der Major League geht es darum Spiele zu gewinnen. Die Saison hat man ja bereits mit dem Cliff Lee-Trade abgehackt, und Chone Figgins spielt endlich so, wie es alle erwartet hatten. Ichiro schlägt ein Single, Figgins auch, Ichiro erreicht die 3. Base, Figgins stiehlt die 2. und dann braucht es nur noch ein Single und zack 2 Runs. Wer braucht da schon Power Hitter und Homeruns? Es war meiner Meinung nach nicht die Schuld von Wakamatsu, dass man die letzten Jahre allein darauf gesetzt hat die Defense zu verbessern und die Smallball-Strategie die Saison über nur mäßig funktioniert hat. Es bleibt einfach dabei, wenn man gewinnen will braucht es im Schnitt 5 Runs, egal was die Defense und die Pitcher so drauf haben. Felix Hernandez hat mit 20 die meisten Quality Starts aller Pitcher, einen ERA unter 3, 1.15 WHIP, die zweit meisten Innings auf dem Buckel und dennoch eine Winning Percentage unter .500.

Ramune

Es gibt Dinge, die einem ganz gewöhnlich erscheinen, wie etwa die Ramune-Flaschen, die ich seit meiner Kindheit kenne und von denen ich trotz meiner mittlerweile 24 Jahren Lebenserfahrung noch nie auch nur eine einzige unfallfrei öffnen konnte, aber offenbar sind sie es nicht. Ich habe zwar in Deutschland noch nie eine Flasche mit einem solchen Verschluss gesehen, aber eigentlich auch nie danach gesucht. Dank Wikipedia weiß ich jetzt auch wie dieser Murmel-im-Flaschenhals-Verschluss „offiziell“ heißt, wenig überraschend heißt er Kugelverschluss und es gibt sehr überraschend weltweit nur 2 Getränke die noch damit angeboten werden. Mit anderen Worten, ein gleichaltriger Deutscher kennt den Verschluss gar nicht. Ach der Urlaub wird toll, ich kann Japan endlich mal aus Touristenperspektive bewundern und werde mich wohl das ein oder andere mal wundern, worüber sich meine Reisebegleitung wundert. Wobei ich, obwohl ich schon oft genug dabei war, mich trotzdem jedes mal wie ein kleines Kind über die Kaufhaus-Öffnungszeremonie freue und daher mindestens einmal vor Ladenöffnung vor einem Kaufhaus stehe wenn ich in Japan bin.