Balderduck

Hat ja schon mal gut geklappt mit dem regelmäßigen vorstellen von Webcomics. Macht aber nichts, jetzt geht es weiter mit Balderduck. Was ist Balderduck? Zum einen nicht einmal ein Wort und zum anderen die englische Version eines griechischen Webcomics. Eine gute Mischung aus fortlaufenden Comics mit wiederkehrenden Charakteren und Single Panel Comics. So manche Serie ist trifft nicht ganz meinen Geschmack (The Dupont Family has Visitors), aber es sind oft genug Comics die mich so richtig zum lachen bringen wie den hier und den. Wer es nicht versteht, soll mal nach dem Infinite-Monkey-Theorem suchen bzw. ganz dringend Reservoir Dogs anschauen, dann könnt ihr  mitlachen und erfahrt auch noch um was es in Madonnas Lika a Virgin geht. Neue Comics gibt es zweimal pro Woche, Montags und Donnerstags.
Zum Webcomic gehts hier: Balderduck

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Scandinavia and the World

Ich hatte ja schon lange geplant die ganzen Webcomics die ich so lese zu verlinken und da ich gemein bin, kommen nicht alle Links auf einmal sondern schön nacheinander. Mal schauen ob es klappt pro Woche einen Webcomic vorzustellen. Den Anfang macht Scandinavia and the World oder kurz SATW. Wie man am Namen erkennen kann, liegt der Fokus auf unseren Freunden aus dem hohen Norden, der Zusatz and the World lässt aber schon erahnen, dass auch andere Länder darin vorkommen. Klischees und Flaggen sei dank, erkennt man alle Nationalitäten eigentlich ganz einfach. Für den Fall, dass man mal einen Comic nicht versteht, gibt es am Ende immer eine kurze Erklärung und zum Teil auch weiterführende Links. Neue Comics gibt es unregelmäßig aber wenn man alle zwei Wochen vorbei schaut, sollte es eigentlich passen.
Das ganze könnt ihr euch hier anschauen: satwcomic
Und da es mir Spaß macht mich bei 16jährigen Manga-Lesern die Japan für ein Paradies halten, beliebt zu machen noch einen ganz speziellen Comic.

Recherche aus der zweiten Reihe

Ich muss hier mal wieder den Nerd raushängen lassen.  Nein, ich habe Green Lantern noch nicht im Kino gesehen, fühle mich aber doch genötigt was darüber zu schreiben. In so ziemlich jeder deutschen Kritik wird Hal Jordan als Held aus zweiter Reihe bezeichnet, was vermutlich daran liegt, dass der Schreiber außer Batman und Superman keinen Helden aus dem DC-Universum kennt. Schlauer wäre es gewesen sich mal den Wandel Hal Jordans von Parallax über Spectre zurück zu einem Green Lantern anzuschauen. Oder die Verkaufszahlen der verschiedenen Green Lantern Serien oder sich mal schlau zu machen wer im Zentrum der Events Blackest Night und Brightest Day steht, wenn man Jordans Green Lantern Oath kennt kann man es sich denken. Ein weiteres Highlight war die kleine Untertreibung die Wächter würden seit Jahrhunderten über das Universum wachen, nicht falsch aber es sind dann doch ein paar viele Jahrhunderte, mal so als Tipp, die kleinen blauen Männlein sind unsterblich und Oa befindet sich im Zentrum des Universums.
Der Film und die vielen Marvel-Verfilmungen sorgen aber wenigsten dafür, dass auch mal ohne Film über Comics berichtet wird. Blöd nur wenn dann Meldungen heraus kommen wie Spiderman ist jetzt ein Schwarzer. Sensation! Wenn hier einer schwarz wird, dann der Ultimate Spiderman, das alles passiet auf Earth-1610 und nicht auf Earth-616. Dort rennt und hüpft immer noch Peter Parker, ein weißes Waisenkind durch die Gegend und so eine Sensation ist es jetzt auch nicht, dass es einen schwarzen Superhelden gibt. Zurück ins DC-Universum, John Stewart ein Green Lantern ist schwarz und ja, es gibt doch mittlerweile tatsächlich mehrere Erdlinge im Corps.
Was am The Dark Knight Rises Teaser so toll sein soll verstehe ich übrigens auch nicht, er besteht Hauptsächlich aus Rückblenden einem nuschelnden Gordon im einem Krankenhausbett und oh Wunder Bane kämpft gegen Batman. Zu Man of Steel sage ich jetzt bewusst nichts, was ich von Zack Snyder halte sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

Bücherverwaltung

Wie man vielleicht bemerkt hat, lese ich gerne und viel. Wenn ich nach dem Buch, das ich aktuelle lese und dem das danach kommt nur noch zwei weitere ungelesene Bücher habe, werde ich nervös. Zum Teil liegen dann inklusive Comics 10+ ungelesene Bücher bei mir herum. Da passiert es schon mal, dass ein Buch ungelesen in Regal landet und dann für lange Zeit vergessen wird. Verliehen werde die Bücher auch gerne, meistens auch noch an Leute, die extra betonen, sie hätten eigentlich das nächste halbe Jahr keine Zeit das Buch zu lesen. Ob man da wirklich alle seine Bücher zurück bekommt? Spontan bin ich auch noch, ich stolpere irgendwo über ein Buch und denke mir, das könnte interessant sein und keine drei Sekunden später habe ich schon wieder vergessen was ich zu Mittag gegessen habe. Deshalb bin ich froh mit Alexandria eine für mich passende Bücherverwaltungssoftware gefunden zu haben. Wenn man Linux benutzt und ein Amazon Web Service Konto hat, braucht man nur noch die ISBN des Buches und Alexandria erledigt den Rest, man hat das Cover, den Autor, Verlag, Bindung und das Veröffentlichungsjahr bereits eingetragen. Häkchen machen bei Besitze es, gelesen oder bei gewünscht und schon ist man fertig. Dauert wirklich nur 3 Sekunden. Wenn man möchte kann man noch extra Tags setzen und so intelligente Bibliotheken für detailliertere Unterteilungen erstellen, etwa in welcher Sprache ein Buch geschrieben ist und ob es eine Übersetzung ist oder nicht. Verleiht man ein Buch, so muss man nur ein weiteres Häkchen setzen und wenn man möchte noch den Namen der Person eintragen, Alexandria zählt dann auch die Tage für einen. So weiß ich immer, welche Bücher noch ungelesen auf mich warten, welche verliehen sind und an wen und habe einen Überblick über meine Wunschliste. In Aktion sieht das ganze dann so aus:

Alexandria

Alexandria

 

Links oben meine Wheel of Time Bücher in der Listenansicht, unten die verliehenen und rechts die bereits gelesenen Bücher sowie meine Wunschliste (Zaunpfahl) alle in der Symbolansicht. Zum Teil noch Lückenhaft, aber so nach und nach landen alle Bücher, die meiner Meinung nach eine Chance haben in meinem Leben nochmal gelesen zu werden (z.B. R.A. Salvatores Demon Wars Saga nicht, die fand ich mit 16 ganz toll, reizt mich aber überhaupt nicht mehr; bei Paul Austers Moon Palace schwanke ich noch) in Alexandria.

Not a Book

Jetzt weiß ich wieder, warum ich so ungern auf George R.R. Martins Not-a-Blog-Blog schaue, wenn er mal was ankündigt, dann ist es nämlich blöderweise nie ein Buch. Nach Brettspiel, Schwertern, Figuren, Staubsauger, Fernsehserie und Comics mit anderer Handlung, gibt es jetzt auch einen A Song of Ice and Fire Comic. Da ist mir auch klar warum er nie zum Bücher schreiben kommt. Zum Teil freue ich mich aber als Comicleser auch über die Ankündigung. Hoffen wir bloß, dass die Geschichte nicht so daneben geht wie seinerzeit die Wheel of Time Comics, es ist schon etwas hoch gegriffen von Beginn an auch Trade Paperbacks anzukündigen ohne erst mal auf die Verkaufszahlen der einzelnen Hefte zu warten. Aber da sie Zeitgleich mit der HBO-Serie erscheinen verkaufen sie sich bestimmt so gut wie der offizielle Westeros-Brotschneider. Ich bleib dabei, ich hänge lieber auf der Seite von Brandon Sanderson ab, da gibt öfter mal erfreuliche Nachrichten zum Thema neue Bücher und auch Hintergrundinfos zu seinen Büchern. Man bleibt immer auf dem Laufenden was seine aktuellen Projekte betrifft und die haben auch zu 99% mit Büchern zu tun. Ich finde es auch toll, dass er trotz seiner Verkaufszahlen immer noch so viel mit seinen Lesern kommuniziert. Noch 12 Monate und ich weiß endlich nach über 12 Jahren wie sich Rand bei Tarmon Gaidon schlägt.

Trade Paperback

Um mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben, hier mal die Erklärung warum ich Comics als Trade Paperback kaufe und nicht die einzelnen Hefte. Das ganze hat mehrere Gründe, da ich kein Sammler bin, ist es mir egal, dass TPB keine Wertsteigerung haben. Als geduldiger Mensch, der bei Büchern so gut wie immer auf die Taschenbuch-Ausgabe warten kann, muss ich auch nicht immer gleich in den Laden rennen und der erste Käufer sein wenn ein neuer Comic erscheint. Bei DMZ dauert es zum Beispiel ja auch nicht so lange, vom einzelnen Heftchen bis der TPB erscheint. Die einzelnen Heftchen mit ihren 30-60 Seiten sehen im Regal auch nicht sonderlich gut aus, außer man hat einen Sammelordner oder etwas ähnliches, die TPB mit ihren 150-500 Seiten sind stabil gebunden und man kann sie problemlos neben seine Bücher stellen. So und jetzt noch anhand von The Death of Superman zu dem demnächst auch noch eine Rezension folgen wird, noch mehr Gründe, die Geschichte stammt aus dem Jahr 1992 ist also als Comic längst vergriffen und sowieso nur als TPB erhältlich.  Ich hätte ganze 11 mal in den Laden rennen müssen um die Geschichte komplett zu haben, so habe ich nur ein einziges recht schickes Teil , bei dem ich keine Angst haben muss, dass eins verloren geht oder ständig die Reihenfolge durcheinander kommt. Durcheinander kommt man auch, da man nicht einfach nur 11 aufeinander folgende Comics kauft, sondern in diesem Fall bräuchte man Superman: The Man of Steel 17-19, Superman 73-75, The Adventures of Superman 496-497, Action Comics 683-684 und noch Justice League America 69, wenn das mal keinen Spaß macht.

Loeb/Sale – Batman The Long Halloween

Detective Comics 27, der erste Auftritt von Batman wurde für $1,075 Millionen versteigert und war damit teurer als Action Comics 1, der erste Superman-Comic. Damit wird nur bestätigt, was ich schon lange wußte, Batman ist toller als Superman. Wer jetzt Lust bekommen hat einen Batman-Comic zu lesen, aber kein Millionär ist, und außerdem keine Lust hat in eine der Endlosserien einzusteigen, dem empfehle ich, es einfach mit den One-Shots oder Limited Series zu versuchen und ganz konkret The Long Halloween von Jeph Loeb und Tim Sale. Batman ist noch relativ am Anfang seiner Karriere, er hat also nicht übertrieben viel technischen Quatsch am Start und arbeitet mehr als Detektiv und weniger als Schläger auf Steroiden. Während der Geschichte tauchen auch alle möglichen tollen Gegenspieler auf wie etwa die Falcones, Joker, Scarecrow, Mad Hatter und Catwoman und man erlebt die Geburt des tollsten Gegenspielers nach dem Joker. Die Polizei versucht mal wieder den Roman zu Fall zu bringen, was ja noch nie so toll geklappt hat, doch dann beginnt ein Killer immer an Feiertagen wichtige Personen von Gotham Citys Unterwelt zu ermorden. Während der ganzen Geschichte kann man wunderbar mitraten, wer denn jetzt der Holliday Killer ist und welches Motiv er hat. Von der Auflösung am Ende wir man definitiv nicht entäuscht sein, auch wenn es nicht so kam wie von mir erwartet, sondern völlig anders.

Überraschungsei

Da mich jetzt schon 2 Leute gefragt haben, was den das “ in which Rüdiger Hajo, a schlemihl and human yo-yo, gets to an apocheir“ zu bedeuten hat, das bezieht sich auf den Titel des ersten Kapitels von Thomas Pynchons Roman V., nur mit Benny Profane statt Rüdiger Hajo und ich fand es irgendwie passend, außerdem geht mir das Buch nicht mehr aus dem Kopf.

Womit wir jetzt bei meinem Buchtipp wären, wobei eigentlich ist es keiner, da ich nicht weiß ob ich das Buch überhaupt empfehlen möchte, den so wirklich verstanden habe ich es nicht. Die Handlung ist eigentlich recht schnell umrissen, Benny Profane hängt in New York ab und Herbert Stencil ist auf der Suche nach V., die Handlung ist aber sehr lückenhaft und erstreckt sich grob von 1890 bis 1960, natürlich nicht chronologisch, und man bereist Orte wie das bereits erwähnte New York, Malta, verschiedene Teile Afrikas und noch so manches mehr. Aber schon alleine wegen solchen toll erzählten Szenen, wie der von Father Fairing, der in der New Yorker Kanalisation zu Ratten predigt und sich von diesen ernährt, sollte man sich mal an diesem Buch versuchen und vielleicht versteht man dann, im Gegensatz zu mir das ganze Buch und seine tiefere Bedeutung, sofern es eine gibt. Es steht aber definitiv auf der Liste der Bücher, die ich nochmals lesen werde.

Und da der Eintrag ja nicht umsonst Überraschungsei heißt, bin ich hier auch noch nicht fertig, denn ich bin nicht der einzige, der V. im Bücherregal stehen hat. Denn auch V aus Alan Moores V for Vendetta ist Besitzer dieses Romans. Falls man die Verfilmung bereits kennt, und gut fand sollte man unbedingt den Comic lesen und wenn man den Film schlecht fand, dann auch, da er deutlich besser ist als der Film. Zur Handlung, um nicht zu viel zu verraten, ein Mann mit Guy Fawkes Maske bringt nach und nach wichtige Funktionäre der faschistischen Regierungspartei Norsefire um die alle ein gemeinsames dunkles Geheimnis in der Vergangenheit haben, das sich mit V verbindet. Und wenn man sich jetzt noch fragen sollte, warum ich V for Vendetta als Comic und nicht als Graphic Novel bezeichne, so möchte ich auch das noch kurz erklären, meiner Meinung nach ist der Begriff Graphic Novel nur für Leute, die zwar gerne Comics lesen, dies aber wiederum irgendwie doch peinlich oder kindisch finden und daher behaupten sie würden Graphic Novels lesen.

Und da V. in der Kunst recht häufig zitiert wird,  gibt es auch noch einen Musiktipp, Vheissu von Thrice, der Name des Albums ist ein Ort oder auch nicht, so genau versteht man das nicht, in V.. Vheissu ist das vierte Album von Thrice und hat stilistisch mit den Punk/Melodic-Hardcore-Wurzeln von Identity Crisis nicht mehr viel am Hut, auch tritt der Post-Hardcore der Alben 2 und 3 ein bischen zur Seite und macht Platz für zum Teil gewöhnungsbedürftige Experimental Rock Einflüsse, am deutlichsten bemerkbar aufgrund des Einsatzes von Synthesizern. Das Album ist deswegen aber keinesfalls schlecht, wer also Lust hat auf Experimental Rock trifft Post-Hardcore sollte Vheissu unbedingt mal anhören. Wer die Synthesizer nicht mag aber gerade die härteren Songs von Vheissu, sollte mal The Artist in the Ambulance oder The Illusion of Safety eine Chance geben.

Und was man auch noch erwähnen sollte, Thomas Pynchon loves this Blog, as much as Thomas Pynchon loves cameras. Und wer das jetzt auf anhieb witzig findet schaut zu viel Simpsons.