Cormac McCarthy – The Crossing

Der zweite und meiner Meinung nach beste Teil der Border-Trilogy, dieses mal mit Spoilern, also lesen auf eigene Gefahr. Wir sind wieder im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko unterwegs. Mitte der 40er-Jahre, also ein paar Jahre vor den Erlebnissen John Grady Coles in All the Pretty Horses, begleitet man dieses mal den zu Beginn gerade einmal 16-jährigen Billy Parham. Dieser ist unterwegs mit seinem Vater, Wolfsfallen aufstellen, um den Wolf zu fangen, der die Rinderherde bedroht. Zunächst ist dieses Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt, aber als Billy alleine los zieht, findet er eine Wölfin in einer der Fallen, doch anstatt sie zu töten, beschließt er sie in ihre mexikanische Heimat zurück zu führen. Auf dieser ersten großen Reise über die Grenze begegnet er sowohl Einheimischen als auch anderen Reisenden, mit denen er zum Teil für sein Alter erstaunlich tiefgründige Gespräche führt und er muss auch mehrere male viel riskieren um die Wölfin zu der er eine immer tiefere Beziehung aufbaut zu beschützen, wobei er am Ende doch scheitert und die Wölfin nicht retten kann. Nach diesem traumatischen Erlebnis reitet er zurück nach Hause nur um dort festzustellen, dass seine Eltern ermordet und die Pferde gestohlen wurden, einzig sein Bruder Boyd ist noch am Leben. Gemeinsam mit ihm bricht er erneut nach Mexiko auf, dieses mal um seine Eltern zu rächen und um die Pferde wiederzubeschaffen. Dabei wird Boyd in die Brust geschossen und er wird schwer verletzt, als er wieder gesund ist, verschwindet er mit einem Mädchen dem die beiden Brüder unterwegs begegnet sind. Alleine reitet Billy zurück in die USA, doch dort scheitert er beim Versuch in die Armee zu gelangen um im zweiten Weltkrieg als Soldat fallen zu können. Ein letztes mal bricht Billy auf nach Mexiko auf um zu erfahren, was aus seinem Bruder geworden ist, nur um zu erfahren, dass dieser erschossen wurde. Billy findet die Überreste von Boyd und gräbt sie aus, um ihn zurück in die Heimat zu bringen. Am Ende, nachdem er auch noch überfallen wurde, begegnet ihm ein streunender Hund, doch im Gegensatz zum Beginn der Buchs, als er der Wölfin geholfen hat, verscheucht er den Hund. Als er realisiert, was er getan hat, beginnt er den Hund zu suchen, doch er kann ihn nicht finden und so bricht er weinend zusammen.

Go for a hike and get lost

Hab heute mal wieder einen mehr als dämlichen Fehler begangen, ich bin bei schönstem Wetter Nachmittags mit dem Auto gefahren und wurde natürlich mit allem, was ich beim fahren nicht brauchen kann konfrontiert:

  • Motorradfahrer die ich bergauf in der Steige überholen könnte weil sie so lahm sind
  • Motorradfahrer die bei übelster Schräglage mit dem Kopf in der Gegenfahrbahn den entgegenkommenden Zweiradler grüßen müssen
  • 20 Motorräder auf einem Haufen die maximal 70 fahren
  • Motorräder die einen trotz Gegenverkehr am besten noch in einer unübersichtlichen Kurve überholen
  • Radfahrer die nicht wissen wofür ein Radweg da ist
  • Pferdetransporter, reitet die blöden Viecher statt sie durch die Gegend zu schaukeln
  • Autofahrer die unter Missachtung sämtlicher Verkehrszeichen konstant x km/h fahren egal ob im Dorf oder auf einer Geraden, wenn es euch soviel Spaß macht, kauft euch einen Oldie und fahrt damit Gleichmäßgkeits-Rallyes
  • Autofahrer die einen erst auf der geraden überholen um dann in den Kurven auf 50 runter zu bremsen
  • Opa und Oma die ihren Hund im Auto spazieren fahren und immer schön nach links oder rechts schauen, aber garantiert nie nach vorne
  • LKW die dank des Vulkans auch Sonntags fahren dürfen
  • Wandergruppen mitten auf der Straße

Das ganze auf knapp 70km verteilt, und irgendwie wirke ich jetzt auch wie ein übermäßig aggressives Arschloch hinterm Steuer, aber das ist mir im Moment völlig egal, ich hab mal so einen Hals, das gibt es gar nicht.

Laizismus?

Falls sich hier jemand gefragt haben sollte, warum ich nach dem Rücktritt meines superbesten Freundes Walter Mixa nicht vor Freude nackt durch den Wald gerannt bin, so hat das seine Gründe. Denn solange Ratzinger, das absolutistische Staatsoberhaupt des Vatikan dem Rücktrittsgesuch nicht zustimmt, bekommt er auch weiterhin sein Gehalt vom bayerischen Staat, und dieser hat selber keine Möglichkeit die Gehaltszahlungen in Höhe von monatlich circa 7900€ ganz viel Geld von sich aus einzustellen. Außerdem wird man Bischof auf Lebenszeit, also wird er auch weiterhin bischöfliche Weihehandlungen vornehmen dürfen.

Edit: Mixa hat übrigens im Falle des Rücktritts Anspruch auf monatlich 5600€ 8000€ Pension (hab wohl bei den falschen Besoldungsgruppen geschaut), die natürlich von allen, nicht nur den Kirchenmitgliedern bezahlt wird. Und die Titanic kann es mit den schlechten Wortspielen einfach nicht lassen.

Cormac McCarthy – All the Pretty Horses

Zumindest den Namen sollte man aufgrund der Verfilmung von No Country for Old Men oder dem Pulitzer-Preis für The Road schon mal gehört haben. (Zu beiden Büchern sollen auch noch eigene Artikel folgen) All the Pretty Horses ist der erste Teil der Border Trilogy, kann aber wie die anderen beiden Teile auch problemlos einzeln gelesen werden. McCarthy verzichtet in diesem Buch mal wieder völlig auf Anführungszeichen und dazu schreiben, wer gerade spricht wird auch überbewertet, wer also nur quer-liest kann den Dialogen schnell nicht mehr folgen und weiß nicht mehr, wer was gesagt hat, hat aber den Vorteil, dass ich dadurch langsamer und aufmerksamer gelesen habe als bei manch anderem Buch. Jetzt aber zum Inhalt, zu Beginn erfährt der 16-jährige John Grady Cole, der sein ganzes Leben auf der Familienranch verbracht hat, dass diese nach dem Tod seines Großvater verkauft werden soll und er deswegen in die Stadt ziehen wird. Davon wenig begeistert, beschließt er zusammen mit seinem Freund Lacey Rawlins nach Mexiko zu reiten um dort seinem Traum, einem Leben als Cowboy nachzugehen. Auf dem Weg dorthin treffen sie auf den deutlich jüngeren Blevins, dem recht bald bei einem Gewitter sein Pferd und seine Pistole abhanden kommen. Ihnen gelingt es aber wieder in Besitz des Pferdes zu kommen, doch wegen dieser Wiederbeschaffungsmaßnahme werden die 3 nun verfolgt. John Grady und Rawlins trennen sich von Blevins und können entkommen. Die beiden reiten weiter nach Süden und bekommen schließlich Jobs auf einer großen Ranch und können den ganzen Tag mit wilden Pferden arbeiten. Aufgrund der guten Leistung wird der Besitzer auf John Grady aufmerksam und befördert ihn. Als er dann auch noch beginnt mit der hübschen Tochter des Ranchers eine Beziehung zu haben, scheint das Glück für den jungen Cowboy perfekt. Doch eben diese Beziehung wird ihm noch zum Verhängnis, den der Rancher, der gut für die beiden Jungs sorgt und sie auch in einer bestimmten Situatuation beschützt , erfährt davon. Außerdem wollte Blevins nicht nur sein Pferd sondern auch seine Pistole wieder haben und so werden Rawlins und John Grady von ihrer Vergangenheit wieder eingeholt. Wer wissen will, was genau passiert und ob John Grady seinen Traum doch noch leben kann, der muss schon selber lesen. Weil es aber so schön ist, hier noch ein Auszug aus All the Pretty Horses: He thought that in the beauty of the world were hid a secret. He thought the world’s heart beat at some terrible cost and that the world’s pain and its beauty moved in a relationship of diverging equity and that in this headlong deficit the blood of multitudes might ultimately be exacted for the vision of a single flower.

Wie kleine Mädchen

Wie wir alle mitbekommen haben, ist der Eyjafjallajökull (oder so ähnlich) ausgebrochen und hat mal schön Vulkanasche über halb Europa verteilt. Deswegen sind auch nördlich der Alpen so gut wie alle Flughäfen geschlossen worden und man konnte nicht mehr schnell und bequem von A nach B fliegen. Besonders schlimm ist das natürlich für verwöhnte Profisportler, die auf einmal lange Busfahrten verkraften müssen, und so etwas kann man denen doch nicht antun. Da mussten die kleinen Jung aus Lyon heulen, denn sie mussten 750km in Bussen nach München fahren, eine Spielverlegung kam nicht in Frage. 750km sind es auch für die Strecke Konstanz-Pirna und solche strecken werden in der Handball Regionalliga Süd zurück gelegt, und selbst in Pirna sind es zum größten Teil Amateure und die benehmen sich wegen solcher Fahrtstrecken nicht wie 3-Jährige. Das Handballspiel zwischen dem HSV H* (die wissen selber nicht mehr ob es jetzt Hamburg oder Handball heißt) und dem SC Magdeburg wurde zum Glück auch nicht verlegt, und ich muss noch 2 Sachen zu diesem Spiel sagen, Kretsche als Kommentator ist ja so langsam echt zu gebrauchen, aber bitte nicht mehr bei jedem Spiel „seines“ SCM, da nervt er. Und wegen der guten Frau, die bei jedem Heimspiel auch bei fast jedem Auswärtsspiel zu Beginn die Fahne schwenkt, die Fahne des TV Bittenfeld ist größer, da sollte man vielleicht nochmal nachlegen.

No-No

Ubaldo Jimenez hat den ersten No-Hitter der noch recht jungen Saison geworfen, der 4-0 Sieg über die Atlanta Braves war auch gleichzeitig der erste No-Hitter in der Geschichte der Colorado Rockies. Die Anzahl der Teams ohne einen No-Hitter ist damit auf 3 gesunken, es fehlen nur noch die Tampa Bay Rays (seit 1998), San Diego Padres (1969) und die New York Mets die es seit 1962 zwar schon auf 33 One-Hitter gebracht haben, aber das reicht halt leider nicht. Womit wir bei den Seattle Mariners wären, bei denen gabs den ersten No-Hitter durch Randy Johnson am 2. Juni 1990 gegen die Detroit Tigers und dank des aktuellen 4-2 Sieges gegen eben jene Tigers sind die Mariners mit 6 Siegen und 6 Niederlagen endlich wieder an der .500 Marke in der Win-Loss-Statistik. Die Starting-Rotation ist bisher sehr solide obwohl Cliff Lee bedingt durch Verletzung und Sperre immer noch nicht gespielt hat, und Closer Aardsma hat bisher 5 Saves bei 5 Chancen und in seinen 5 Innings nicht einen Hit zugelassen. Dass die Defense gut sein würde war ja sowieso klar, einzig der Run-support hat bisher gefehlt, aber dann spielt man halt einfach Smallball und punktet durch einen Haufen Singles und aggressives Baserunning. Leider muss ich jetzt doch zugeben, dass Baseball manchmal ermüdend lang sein kann, wenns dumm läuft nämlich 20 Innings und fast 7 Stunden. Beim 2-1 der New York Mets über die St. Louis Cardinals wurden dabei insgesamt 46 verschiedene Spieler von maximal 50 eingesetzt (25-Man Roster pro Team) und am Ende mussten auch noch Positionplayer als Pitcher ran und Joe Mather, eigentlich ein Outfielder/Third Baseman kassierte seine wohl einzige Niederlage seiner Karriere.

Da werden ihm Sachen in den Mund gelegt

Walter Mixa gibt, nachdem der öffentliche Druck doch zu groß wurde, zu nicht nur ein drittklassiger Kunsthändler der anderer Leute Geld verschwendet zu sein, sondern auch noch die ein oder andere damals in seiner Realität ganz normale Watschen verteilt zu haben. Obwohl er so etwas doch vorher noch kategorisch ausgeschlossen hatte, gelogen hat er damit aber trotzdem nicht. Zumindest nicht wenn es nach Dirk Hermann Voß geht, der im Bistum Augsburg für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, denn seiner Aussage nach, hatte Mixa nie ausgeschlossen, Kinder geschlagen zu haben sondern nur sie nie körperlich schwer misshandelt zu haben, und die Medien die etwas andere behaupten und ihm übel nachreden, tun dies ohne Angabe von Quellen. Ist auch besser so, denn wenn sie tatsächlich eine Quelle angeben würden, käme man doch tatsächlich zu der Überzeugung Mixa hätte gelogen.

Wir werden niemals einer Meinung sein,

und wenn sichs nur ums Wetter dreht. Scheint wohl das Motto der Republikaner rund um Sarah Palin in den USA zu sein, egal was Barack Obama gerade tut. Ich kann mir zwar auch keine Welt ohne Atomwaffen vorstellen, aber wenn er davon träumt, sei ihm das gegönnt. Die Reduzierung der atomaren Sprengköpfe hat auch nur einen symbolischen Wert, denn ob man die Welt jetzt 3, 8 oder 17 mal zu Brei bombem kann macht die ganze Sache auch nicht besser. Die Republikaner geraten dabei aber völlig in Panik, da Abrüstung ein Zeichen von Schwäche sei und man jeden einzelnen Sprengkopf zu Abschreckung brauche, vergessen dabei aber wer als erster von einer Atomwaffen freien Welt fantasiert hat und das ganze abrüsten unter anderem mit START angefangen hat. Bei Ronald Reagan war das noch eine tolle Idee, aber wenn Obama das möchte, dann ist man mal kräftig dagegen. Hauptsache man hat eine andere Meinung.

Trade Paperback

Um mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben, hier mal die Erklärung warum ich Comics als Trade Paperback kaufe und nicht die einzelnen Hefte. Das ganze hat mehrere Gründe, da ich kein Sammler bin, ist es mir egal, dass TPB keine Wertsteigerung haben. Als geduldiger Mensch, der bei Büchern so gut wie immer auf die Taschenbuch-Ausgabe warten kann, muss ich auch nicht immer gleich in den Laden rennen und der erste Käufer sein wenn ein neuer Comic erscheint. Bei DMZ dauert es zum Beispiel ja auch nicht so lange, vom einzelnen Heftchen bis der TPB erscheint. Die einzelnen Heftchen mit ihren 30-60 Seiten sehen im Regal auch nicht sonderlich gut aus, außer man hat einen Sammelordner oder etwas ähnliches, die TPB mit ihren 150-500 Seiten sind stabil gebunden und man kann sie problemlos neben seine Bücher stellen. So und jetzt noch anhand von The Death of Superman zu dem demnächst auch noch eine Rezension folgen wird, noch mehr Gründe, die Geschichte stammt aus dem Jahr 1992 ist also als Comic längst vergriffen und sowieso nur als TPB erhältlich.  Ich hätte ganze 11 mal in den Laden rennen müssen um die Geschichte komplett zu haben, so habe ich nur ein einziges recht schickes Teil , bei dem ich keine Angst haben muss, dass eins verloren geht oder ständig die Reihenfolge durcheinander kommt. Durcheinander kommt man auch, da man nicht einfach nur 11 aufeinander folgende Comics kauft, sondern in diesem Fall bräuchte man Superman: The Man of Steel 17-19, Superman 73-75, The Adventures of Superman 496-497, Action Comics 683-684 und noch Justice League America 69, wenn das mal keinen Spaß macht.