Butterfly Boucher

Was Musik aus Australien angeht, kennt man in Deutschland wohl nur AC/DC und vielleicht noch Midnight Oil und Rose Tattoo, neuerdings auch noch Airbourne, die brauch aber wirklich niemand. Damit entgeht einem aber Butterfly Boucher, eine australische Singer-Songwriterin, die mit Flutterby und Scary Fragile 2003 und 2009 bereits 2 Alben veröffentlicht. Die Musik geht in die Richtung Alternative Pop/Rock und sorgt zumindest bei mir innerhalb kürzester Zeit für gute Laune, und dass die gute Frau bei ihrer Musik selber Spaß in den Backen hat, solange sie sich nicht mit Plattenfirmen rumärgern muss, die ihre Alben verzögern und umändern wollen, hört man auch bei den langsamen und ernsten Stücken noch. Das zweite Album ist meiner Meinung nach ein Stück weit nachdenklicher und ernster als ihr Debüt aber dadurch weder besser noch schlechter. Und da zu viel Fröhlichkeit auf Dauer keinem gut tut, was ruhiges und nachdenkliches

Ja, so Musik hör ich auch.

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Eine Runde Mitleid mit Gaddafi

Beim CERN hat man erfolgreich zwei Protonenstrahlen mit jeweils 3,5 Teraelektronenvolt aufeinander prallen lassen und es entstand dabei leider kein die Schweiz verschlingendes schwarzes Loch. Erst hat der Verbotsvorschlag bei der UN nicht funktioniert, dann sind auch die Jungs vom CERN nicht in der Lage die Schweiz auszulösen. Bin mal auf den nächsten Schachzug von Gaddafi gespannt.

Mission Ski, Part1

HSC 200 Coburg – TV Neuhausen 27:37 (12:24)

Endlich hats geklappt, es gab einen souveränen Auswärtssieg in Coburg und damit brauchen die Jungs nur noch einen Sieg im nächsten Heimspiel und es gibt ein langes Ski-Wochenende. Die Coburger Einzelkämpfer sind offensichtlich immer noch der Meinung der Nebenmann ist nur zur Dekoration auf dem Feld, mit Ausnahme des Schweden Johan Andersson, der seine Lücken genutzt hat und wenn es mal keine gab einen guten Pass auf den besser stehenden Nebenmann gespielt hat. Karapetjan auf Mitte war zwar auch noch bemüht, aber dann doch zum Teil einfach überfordert. Ein Sonderlob gibts auch noch für Dominik Eisele, in der Abwehr ganz gut und vorne gabs 1 klasse Anspiel an den Kreis, 1 heraus geholter 7-Meter und dann noch ein Tor. Jetzt noch etwas mehr Selbstvertrauen und wir haben neben Gudi einen zweiten rechtshändigen Shooter der auch mal aus 12 Meter trifft. Und zum Vorwurf von den Coburger Fans, die mir bei einem Halbzeitstand von 12:24 schon ein wenig Leid taten, der TVN wäre die unfairste Mannschaft seit langem gewesen, so funktioniert halt einfach eine jugoslawische 3-2-1. Da es in dieser halt auch recht große Lücken am Kreis gibt, muss man einfach früh den Kontakt suchen, den Gegner festmachen und den Spielaufbau unterbrechen, wenn die Coburger dann jedes mal liegen bleiben, haben sie halt einfach Pech. Außerdem waren die in der Abwehr auch keine Kinder von Traurigkeit. Beim TVN gab es eine beweglich Deckung mit zwei Klasse Torhütern Slaby und Maggi und daraus resultierend gefühlte 30 Tore im Gegenstoß, zur Halbzeit waren es 12 Tore bei 15 Versuchen und das Positionsspiel war kaum schlechter. Wenigstens haben die Coburger ihre Mannschaft das ganze Spiel über angefeuert, wenn auch mit zunehmender Spielzeit immer leiser und nicht ausgepfiffen, lag aber auch daran, dass die jungen Spieler auf dem Feld waren man die nicht noch mehr verunsichern wollte. Die der Coburger Meinung nach Hauptverantwortlichen für die aktuelle Lage, die teuren Profis wie Christian Rose haben nämlich die meiste Zeit auf der Bank verbracht. Rein rechnerisch fehlt jetzt noch 1 Punkt zum sicheren Klassenerhalt, wobei keiner glaubt, dass Coburg und Leichlingen jetzt 8 Spiele in Folge gewinnen.

1, 2 oder 3? Letzte Chance…vorbei!

Hoffentlich steh ich endlich mal richtig, wenn das Licht angeht. Heute starte ich meinen 5. Versuch, bei einem Auswärtssieg dabei gewesen zu sein. Bis jetzt gabs noch nicht mal einen einzigen Punkt zu feiern sondern nur 4 Niederlagen. Dieses mal gehts gegen den HSC 2000 Coburg. Und mit Coburg habe ich eigentlich gute Erfahrung, damals am letzten Spieltag der Saison 06/07 der Regionalliga Süd gab es einen Auswärtssieg in der Angerveste und die Coburger konnten ihren Aufstieg feiern, so waren eigentlich alle glücklich. Jetzt sind die Vorzeichen doch anders, der TVN hat den Klassenerhalt und damit das Saisonziel schon so gut wie sicher, der aktuelle Platz 6 wäre wirklich mehr als alle gedacht haben, und die Coburger, mit Rekordetat gestartet wollten auf die Plätze 1-5, sind aber brutal abgestürzt und stecken auf Platz 17 mitten im Abstiegskampf und sollten bis zum Ende besser kein Heimspiel mehr verlieren. Sollten die Coburger wie bei Hinspiel immer noch nicht verstanden haben, dass Handball ein Mannschaftssport ist und vor allem durch Einzelaktionen glänzen wollen, bin ich aber zuversichtlich, dass es für den TV Neuhausen klappt mit den 2 Punkten in Franken aber so unfähig können Trainer und Mannschaft des HSC eigentlich nicht sein.

Kazuo Ishiguro – Never let me go

Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Autor ein Brite (mit japanischen Eltern). Die Geschichte beginnt damit, dass die 31-jährige Kathy H. von ihrer Schulzeit in einem Internat in Hailsham, Großbritannien erzählt. Als Grund für die Internatserziehung bekommen die Kinder von ihren Lehrern und Aufsehern zunächst nur gesagt, dass sie etwas besonderes sind. Den wahren Grund erfahren sie erst stückweise, wenn sie älter werden, aber dennoch immer in einem Alter in dem sie eigentlich noch gar nicht verstehen können, was die Antwort bedeutet und welche Konsequenz sie hat. Während ihrer Schulzeit, in der viel Wert auf ihre künstlerische Entwicklung gelegt wird, sind sie von der Außenwelt abgeschottet. In regelmäßigen Abständen werden die von den Kindern gemalten Bilder von der mysteriösen Madame eingesammelt und weggebracht. Da Tommy künstlerisch unbegabt ist, gibt es von ihm keine Bilder und er wird deswegen von den anderen Kinder gemobbt, nur nicht von Kathy und Ruth und so freunden sich die drei an. Mit dem erreichen des 16. Lebensjahres endet für die Schüler die Internatszeit und sie kommen zusammen mit Kindern aus anderen Internaten in Kommunen (Im Original Cottages, keine Ahnung wie ich es besser übersetzen soll) in denen sie zusammenleben, bevor sie ihrer Bestimmung folgen und eine Ausbildung als Betreuer beginnen. In dieser Phase sind die ehemaligen Internatsschüler in ihrem Handeln frei und so kommt es zwischen Ruth und Tommy zu einer sexuellen Beziehung. Am Ende des Buches betreut Kathy zunächst Ruth und dann Tommy, die bereits Spender sind. Gemeinsam mit Tommy sucht sie dann Madame auf, um den wahren Grund zu erfahren, warum diese damals die Bilder der Kinder eingesammelt hat, bevor dann auch sie zur Spenderin wird.

Im November soll die Verfilmung ins Kino kommen, wobei ich befürchte, dass aus der gut geschriebenen Dystopie eine öde Liebesschnulze wird. Vielleicht wird sie aber auch richtig gut, hat ja auch schon mit der Verfilmung von Ishiguros The Remains of the Day funktioniert.

Philip K. Dick – The Man in the High Castle

Eine Alternativweltgeschichte in der die Nazis und die Japaner den zweiten Weltkrieg gewonnen haben, da Franklin D. Roosevelt 1933 erschossen wurde und seine Nachfolger nicht sonderlich toll waren. Wir befinden uns im Jahr 1962, Adolf Hitler hat Syphilis, die Nazis um Reichskanzler Martin Bormann beherrschen den Westen der USA, die Japaner die Ostküste und in der Mitte befindet sich eine Art neutrale Pufferzone. Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Personen aus der Pufferzone und den von den Japanern kontrollierten PSA erzählt. Mr. Baynes, ein mysteriöser schwedischer Geschäftsmann, dessen wahre Identität und Motiv zunächst unklar bleiben, und der Nobusuke Tagomi, dem Leiter der japanischen Handelskommission unbedingt etwas mitteilen muss, landet per Raketenschiff in San Fransisco. Dieser hat wie viele andere Japaner eine skurrile Vorliebe für antiken amerikanischen Quatsch wie etwa Mickey Mouse Uhren. Robert Childan handelt mit eben solchen Antiquitäten und Mr. Tagomi ist einer seiner besten Kunden. Geliefert bekommt er seine Ware von Wyndham–Matson Inc., deren Angestellte Frink und McCarthy später auf die Produktion von Schmuck umsteigen. Frinks Ex-Frau Juliana die in der Pufferzone lebt, beginnt eine Beziehung mit Joe Cindella, der von sich behauptet ein italienischer Kriegsveteran zu sein. Er erzählt Juliana vom Buch The Grasshopper Lies Heavy, einer in den deutschen Gebieten verbotenen aber in den japanischen frei erhältlichen Alternativweltgeschichte, in der die Nazis den Krieg verloren haben. Zu zweit machen sie sich auf den Weg zum Autoren dieses Buches, dem Titel gebenden Man in the High Castle Hawthorne Abendsen, den Juliana am Ende des Buches auch trifft. Hört sich jetzt vielleicht erstmal sehr verwirrend an, aber dadurch, dass die einzelnen Personen so miteinander verbunden sind und einige Personen nicht die sind, die sie behaupten und der Idee mit dem Buch im Buch ergibt sich ein spannendes Gesamtwerk, dass man nicht so einfach wieder aus der Hand legen kann. Eine tolle „was wäre wenn“-Geschichte, die auch zum nachdenken anregt. Sience-Fiction mit Raketenschiffen und Nazis muss also nicht zwangsläufig Trash ergeben, zumal es hier auch keine seitenlangen Abhandlungen darüber gibt, wie den jetzt welche Erfindung funktioniert.

Edit: Weils gerade so schön passt, das britische „Qualitätsblatt“ The Sun zum Thema Facebook und Syphilis.

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So viele Millionen Dollar verdient Joe Mauer in den nächsten 8 Jahren bei den Minnesota Twins, also mal geschmeidige 23 Millionen pro Jahr. Der Catcher und amtierende AL-MVP hat damit den vierthöchsten Vertrag in der Geschichte der MLB hinter A-Rod, nochmal A-Rod und Derek Jeter, also den höchsten Vertrag eines Nicht-Yankees, und die haben ja sowieso eine Gelddruckmaschine im Keller stehen. Zum Vergleich bekommt Cristiano Ronaldo von Real Madrid angeblich 13 Millionen Euro pro Jahr, und die Twins sind nur ein Mid-Market-Team und nicht der größenwahnsinnigste Verein aller Zeiten. Von den Teams aus New York und Boston oder den Chicago Cubs die nach über 100 Jahren auch mal wieder die World Series gewinnen wollen, hätte man so einen Vertrag ja erwartet, aber die Twins haben in den letzten Jahren mit Torii Hunter und Johan Santana ihre ganz großen eigentlich immer abgegeben, da dann doch das Geld gefehlt hat. Die gesamte Payroll lag 2009 bei circa 65 Millionen, aber gut man hat einen neuen Ballpark und Joe Mauer ist der Local Hero, da muss man die Euphorie oben halten. Jetzt muss man es aber schaffen, mit dem übrigen Geld ein Team um Mauer aufzubauen, das dann um die Meisterschaft mitspielen kann und bei dem dadurch völlig zerlegten Gehaltsgefüge hab ich doch so meine Zweifel. Wenn da mal die Payroll nicht über die 100 Millionen klettert. Und ob das der Markt in Minnesota hergibt, man weiß es nicht.

Harper Lee – To Kill a Mockingbird

Erstmal vorne weg, weil man es am Namen nicht erkennen kann, Harper Lee ist eine Frau. Der Roman spielt in Alabama der 1930er und wird aus der Sicht der kleinen Scout erzählt, einem aufgewecktem Mädchen. Sie wird zusammen mit ihrem Bruder Jem von ihrem Vater, dem Anwalt Atticus Finch alleine groß gezogen. Scout ist aufgrund ihres Vaters weltoffen aber auch sehr behütet, sie hat alles in allem eine glückliche und sorgenfreie Kindheit. Als Kind eines Anwalt hat sie auch so kurz nach der großen Depression im Gegensatz zu manch anderen keinerlei Geldsorgen oder Zukunftsängste. Vom Rassismus gegen die Schwarzen bekommt sie zunächst kaum etwas mit, aber als ihr Vater vom Richter zum Pflichtverteidiger des der Vergewaltigung einer Weißen bezichtigten schwarzen Tom Robinson ernannt wird, und Atticus diesen auch noch gut und ernsthaft verteidigt, wird sie massiv damit Konfrontiert. Denn die Meinung, Schwarze haben die gleichen Rechte wie Weiße haben Atticus und Scout ziemlich exklusiv in Maycomb. Wie der Prozess endet, soll jeder selbst herausfinden, wäre ja auch gemein wenn ich das jetzt hier verraten würde. Wer jetzt laut denkt, die Geschichte kenne ich doch so ähnlich von John Grishams A Time to Kill, ich habe beide gelesen und To Kill a Mockingbird ist meiner Meinung nach um Welten besser. Und da der Mensch nicht glücklich sein kann, wird das Buch von allen möglichen Seiten kritisiert, unter anderem wegen dem Wort Nigger und der Tatsache, dass die Bewohner Alabamas schlecht weg kommen, aber das Buch spielt nun mal in den 30ern, da gab es noch die Rassentrennung und Nigger wurde auch die ganze Zeit benutzt.
Und da ich mich mit Punkten/Schulnoten und ähnlichem immer schwer tue, sage ich nur, dass ich wirklich jedem das Buch empfehlen kann.

Mir kommen gleich die Tränen

SpiegelOnline jammert mal wieder. Diesesmal wegen Werbung im Internet, da speziell in Deutschland viele Nutzer den Firefox in Kombination mit AdBlock benutzen und so die Werbung gar nicht sehen, also SpOn auch kein Geld bekommt. Da sollte ich jetzt besser nicht erwähnen, dass es bei mir erst recht kein Flash und JavaScript gibt, außer es wird explizit erlaubt, Youtube ohne aktiviertes Flash wäre doch arg langweilig. Mir reichen oft schon einzelne Avatare als *.gif und schon landen alle animierten Avatare eines Forums auf der Blacklist. Eigentlich habe ich gar kein Problem mit Werbung im Internet im Allgemeinen, aber die Art wie sie mir vor dem Gesicht rumblinkt und durch komische Töne versucht gleichzeitig einen epileptischen Anfall und einen Hörsturz zu verursachen, geht eindeutig zu weit. Wenn der Dreck nicht animiert wäre, sondern einfach nur als Text + Bild neben oder unterhalb des Artikels stehen würde, dann würde ich die Werbung auch nicht blocken. Aber das wäre ja kein catchy Eye-Candy und außerdem so Web 1.0, also wird das nie passieren und ich mache als Werbeverweigerer den Qualitätsjournalismus im Internet auch weiterhin kaputt, kann dafür aber auf die Einnahme von Beruhigungsmitteln verzichten und auch in Zukunft gut schlafen.

HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN!!!!111einself

Wie man sein Kind besser nicht nennen sollte

Neben den üblichen Verdächtigen Jaqueline, Justin und *beliebiger Name eines Promi-Kindes* hier noch ein paar Namen die man seinen Kindern besser nicht geben sollte:

Jean, Kim und Kai; da weiß man nie ob man Männlein oder Weiblein hat, bei Jean nichtmal wie man es ausspricht
Sanford; männlich, wird aber üblicherweise mit Sandy abgekürzt
Marian; da wird mal ganz schnell Marie-Anne draus