Emerald Twilight

This was almost certainly his last time to come to the plate in Fenway Park, and instead of merely cheering, as we had at his three previous appearances, we stood, all of us — stood and applauded. Have you ever heard applause in a ballpark? Just applause — no calling, no whistling, just an ocean of handclaps, minute after minute, burst after burst, crowding and running together in continuous succession like the pushes of surf at the edge of the sand. It was a sombre and considered tumult.

(John Updike)

Soweit ist es schon gekommen, ich zitiere John Updike. Zugegeben, das habe ich von David Schoenfield, es passt aber irgendwie. Was ist passiert? Das Undenkbare. Nach 11+ Jahren haben die Seattle Mariners Ichiro zu den New York Yankees getradet und irgendwie macht der Trade sogar Sinn. Ich bin selber verwirrt. Ichiro ist 38, offensiv mehr als auf dem absteigenden Ast, die Mariners gerade/mal wieder/immer noch mitten im Umbruch und in New York fällt Gardner wohl länger aus. Die Yankees haben genug Power in der Offense, Ichiro ist in ihrem Lineup der Nummer 8 Hitter und dafür reicht es noch aus. Als Baserunner ist er immer noch Top, er ist mit seinen 16 Steals der Yankee mit den meisten und Defensiv ist er wenn man den ganzen Sabremetrics Stats wie Defensiv Runs Saved glaubt unter den Top 5 der Liga. Den Mariners erspart er damit, entscheiden zu müssen, ob man ihm aus Loyalität noch einen neuen hoch dotierten Vertrag anbietet und damit ein ähnliches Fiasko wie bei Junior riskiert oder ihm, um den Umbruch voran zu bringen keinen neuen Vertrag anbietet. Der Trade nützt also tatsächlich beiden Teams und Ichiro bekommt noch eine Chance einen World Series Ring zu gewinnen, etwas dass Junior leider nie geschafft hat. Jetzt habe ich doch tatsächlich einen Grund den Yankees Erfolg in den Playoffs zu wünschen. Damit das ganze jetzt nicht noch peinlich wird, ein Abschiedslied vom Death Cab for Cutie Sänger Ben Gibbard.

Der dritte Zwilling

Nachdem ich bereits verschiedene Kitkat mit dunkler Schokolade erfolgreich verglichen habe, jetzt das ganze mit Cup Noodles von Nissin. Cup Noodle und Soup Noodle in der Standardversion mit Schweinefleisch und Garnelen aus Japan und Cup Noodles mit Huhn aus Deutschland. Schon der Name ist anders, in Deutschland hat man den Nudeln noch ein Plural-s spendiert. Die Zubereitung ist in allen Fällen gleich, Deckel halb abziehen, heißes Wasser bis zur Markierung einfüllen, Deckel wieder schließen, 3 Minuten warten, umrühren, Essen fertig.

Cup/Soup Noodle(s)

Cup/Soup Noodle(s)

Die Packung ist dann wieder aus einem anderen Material und da liegt ganz eindeutig die japanische Version vorne. Während man die mit heißem Wasser gefüllte japanische Version überall gefahrlos anfassen kann, geht das bei der deutschen nur am geriffelten oberen Ende, der Rest wird ganz schön heiß. Vom Gewicht landet Deutschland im Mittelfeld. Eine Portion enthält 63g. Cup Noodle enthält stolze 77g und Soup Noodle magere 59g, das ist soweit ich es sehe auch der einzige Unterschied der beiden Japaner. Bei den Nudeln habe ich keinen Unterschied feststellen können. Die Nudeln werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser hergestellt und dazu wird man in Europa wohl kaum andere Maschinen oder Techniken einsetzten. Wie sinnvoll es ist geschmacklich eine Hühnerbrühe mit Shoyu Ramen zu vergleichen kann jeder für sich selbst entscheiden, ich finde, dass die japanischen Nudeln besser schmecken.

So langsam verkommt das ganze hier wirklich zu einem (japanischen) Food-Blog… tststs

Was ich noch vergessen hab, ich habe die „deutschen“ Nudeln versucht, wie auf der Packung abgebildet mit einer Gabel zu essen. Mein Fazit, die Art Nudeln lassen sich mit Stäbchen eindeutig einfacher aus einem Becher essen.

Japan Rail Pass

Eine Frage die sich wohl fast alle die mit einem Touristenvisum nach Japan reisen, stellen ist die, ob sich der Japan Rail Pass lohnt oder nicht. Vor allem da der Spaß nicht gerade billig ist. Los gehts für Erwachsene mit dem 2. Klasse Rail Pass für eine Woche für 28300¥, also ~280€. Pauschal beantworten lässt sich die Frage aber nicht. Kommt halt darauf an, womit, wohin und in welcher Zeit man reisen möchte. Bei mir waren es in einer Woche 2012,7km auf JR-Linien bei 16 Stunden Fahrzeit die mich inklusive Sitzplatzreservierungen ohne Rail Pass 57620¥ gekostet hätten. Ein Teil meiner Reise war, dass ich in Tokyo war und am nächsten Tag zum Mittagessen also zwischen 12 und 14Uhr in Himeji sein wollte.
Die Optionen waren:
Nozomi 15.710¥ 189min (darf man mit dem Rail Pass nicht nehmen)
Hikari 15.210¥ 220min (geht mit dem Rail Pass)
Ohne Shinkansen 9560¥ 636min
Nachtbus+Bahn 5450¥ 606min
(Nach Flugzeugen und Fähren hab ich jetzt nicht geschaut)

Mit der Bahn aber ohne Shinkansen kann man das Mittagessen in Himeji vergessen. Mit dem Nachtbus klappts, der fährt Spätabends in Tokyo ab, man spart sich eine Übernachtung und ist problemlos rechtzeitig in Himeji. Nur wäre dann der Tag für mich komplett im Eimer. Wenn ich es denn mal schaffe in einem Bus die Augen für mehr als 5 Minuten zu schließen, ist es trotzdem nicht erholsam. Wäre für mich nur eine Option wenn ich am ersten Tag in Himeji kein Programm hätte. Hatte ich aber und ich wollte abends auch schon wieder in Kyoto sein. Bei einer längeren Reise, mit weniger dichtem Programm oder für alle die in Bussen schlafen können sicher eine Überlegung wert, so aber nicht. Die 30 Minuten die der Nozomi schneller ist, reißen es auch nicht heraus, also Rail Pass kaufen, Hikari fahren.
Wenn es klar ist, dass man für die Reise nicht auf Nachtbusse (z.B. von Willer) zurückgreifen möchte, sondern auf die Bahn, dann kann man, sobald die Route steht einfach bei Hyperdia die Fahrtkosten selber ausrechnen. Dran denken, dass ihr mit dem Pass Nozomi und Mizuho nicht nehmen dürft und es neben JR auch noch andere Bahngesellschaften gibt die man mit dem Rail Pass nicht nehmen darf. Wenn die Kosten über denen eines Rail Pass liegen, dann ist die Sache klar. Und auch wenn man knapp darunter liegt, würde ich den Rail Pass aufgrund des mehr an Komfort dennoch nehmen. Man muss sich nicht für jede Strecke ein Ticket kaufen sondern kann einfach mit dem Pass in der Hand am Bahnmann vorbei laufen. Leute die gerne auf Nummer sicher gehen, können sich mit dem Rail Pass auch für alle Züge bei denen es möglich ist umsonst einen Sitzplatz reservieren.

Japan Rail Pass

Japan Rail Pass

In der Regel bekommen Nicht-Japaner die Reservierung auf Englisch, falls nicht, dann ist es auch nicht weiter schlimm. Von wo nach wo man fahren möchte, sollte man selber wissen, den Rest versteht man auch ohne japanisch lesen zu können. Datum, Abfahrts- und Ankunftszeit sind klar. Links steht dann noch der Zugname, da reicht es aber wenn die Nummer mit der auf der Anzeigetafel übereinstimmt. Und der Sitzplatz ist von groß nach klein angegeben, Wagennummer, Reihe und der Buchstabe für den Platz in der Reihe. Was beim reservieren noch passieren kann, seht ihr auf dem Ticket links oben. Der Bahnmann tippt mit seinem magischen roten Bleistift circa 98mal auf das Ticket und redet dabei wie ein Wasserfall. Dieses Programm ist leider nicht abbrechbar, einfach freundlich lächeln, nicken und warten bis es aufhört. Er erzählt euch nur haargenau was ihr gerade erworben habt, einen Sitzplatz im TollerZug 123 am 30.02 von A nach B, Abfahrt um…
Manchmal versuchen sie einem das ganze auch auf englisch zu erklären. Auch da gilt lächeln und nicken auch wenn ihr nichts versteht. Die hören erst auf wenn sie den Eindruck haben ihr hätten die Erklärung verstanden. Im Zweifel holen sie noch ihren Vorgensetzen dazu und dann reden zwei Leute auf euch ein. Ihr habt ein Bahnticket/Sitzplatzreservierung erworben und kein Rezept für einen komplizierten Zaubertrank, da wisst ihr auch ohne Erklärung für was das gut ist.
Und immer eine Büroklammer dabei haben, dann hat man die Reservierung und den Rail Pass immer bequem beisammen.

Nachtrag: Der Rail Pass kostet egal wo man ihn kauft immer gleich. Der Preis wird in Yen festgesetzt und dann beim Kauf des Gutscheins anhand des aktuellen Wechselkurses in der jeweiligen Landeswährung berechnet. Wir haben in letzter Zeit unsere Rail Pässe bei JALPAK geordert und immer gute Erfahrungen gemacht. Und wie bereits erwähnt, ihr erwerbt einen Gutschein, den müsst ihr dann in Japan eintauschen.

!!! CUPNOODLES MUSEUM

Erst einmal Entschuldigung fürs anbrüllen, das Logo des Museum besteht aber nun mal aus drei Ausrufezeichen!!!

!!! CUPNOODLES MUSEUM

!!! CUPNOODLES MUSEUM

Cupnoodles kennt jeder und kann man kann sie auch in Deutschland kaufen. Auch die der Firma Nissin, blöderweise in Deutschland mal wieder nur an den deutschen Geschmack angepasste Versionen. Die japanischen sind aber auch nicht besser, die Standardversion enthält Schweinefleisch und Garnelen

Vorher

Vorher

Ich mag keine Garnelen, deswegen picke ich die vor der Zubereitung immer raus. Da die Zutaten alle auf den Nudeln liegen geht das zum Glück recht problemlos. Nach dem Kochen wäre es deutlich aufwändiger.

Nachher

Nachher

Auf die Dauer nervt es dennoch. Eine Lösung musste her. Ich musste meine eigenen Cupnoodles ohne Garnelen produzieren. Wo kann man das machen? Im Cupnoodles Museum in Yokohama. Dort widmet man sich nämlich nicht nur der Geschichte der Instant-Nudelgerichte und ihrem Erfinder Momofuku Ando, sondern es besteht auch die Möglichkeit seinen eigenen Becher zu kreieren. Man kauft sich einen leeren Becher, bemalt ihn wie man gerade lustig ist

Malen und Schlange stehen

Malen und Schlange stehen

befüllt den Becher dann mit Nudeln

Nudeln

Nudeln

Und wählt dann noch eine von 4 Geschmacksrichtungen und 4 von 12 Zutaten aus

Zutaten

Zutaten

Deckel drauf, einschweißen und fertig sind die eigenen Nudeln

Fertig

Fertig

Für den besseren Transport noch ordentlich mit Luft polstern und dann kann man sie nachhause nehmen.

Gruppenfoto

Gruppenfoto

Da My Cupnoodles Factory recht beliebt ist, sollte man rechtzeitig dort sein. Um 15:00 gab es nur noch wenige Plätze für 17:30. Wer wirklich alles selber machen möchte, also auch die Nudeln, für den gibt es die Chicken Ramen Factory, für die sollte man sich aber im Voraus schon Plätze reservieren.
Ein ausführliches Video über das Cupnoodles Museum und My Cupnoodles Factory (nicht von mir) findet ihr hier.
Das Museum selbst hier.