Geschenktipps

Für die paar verwirrten Leser meines Blogs, die immer noch glauben hier was sinnvolles über Japan zu lernen ein Artikel.
Deutsche machen sich viel zu viele Gedanken wenn sie einem Japaner ein Geschenk machen sollen. Es muss mindestens soviel Kosten, es muss Markenware sein und wehe die Verpackung ist nicht auch noch was besonderes. Ihr seid Ausländer, ersten macht ihr es sowieso falsch und zweitens ihr seid Ausländer, ihr dürft es falsch machen. Solange man nicht den praktischen Vierer-Pack verschenkt, 4=Tod=ganz blöde Idee. Es reicht völlig wenn es aus Deutschland oder auch nur aus Europa kommt. Der Preis ist da weit weniger wichtig. Eine Tüte Haribo, eine Tafel Schweizer Schokolade, Marmelade. Selbst gemachte Marmelade ist wirklich super und als kleines Dankeschön sind die ganz kleinen Haribotüten perfekt. Einfach vor Reiseantritt eine große Tüte voll mit den kleinen kaufen und während der Reise immer ein paar davon griffbereit haben. Ihr übernachtet bei Freunden/Bekannten? Ein Glas Marmelade. Jemand tauscht mit euch auf einer längeren Fahrt im Zug den Sitzplatz damit ihr euch besser unterhalten könnt? Eine Tüte Haribo beim aussteigen. Falls die Person Kinder hat auch ein paar mehr.
Und jetzt ganz aktuell Adventskalender! Es gibt nichts besseres. Außer jemand produziert die Teile mit 31 Türen als japanischen Neujahrkalender, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Einziger Nachteil, einer ist schon unhandlich, bei 62 hört der Spaß dann auf.

Handball vom Wochenende

Gegenstöße, Überzahlspiel (sonst ja oft eher ein Nachteil), 5/6 Siebenmeter von Schiller und die Abwehr haben im Spiel gegen ASV Hamm-Westfalen ausgezeichnet funktioniert. War auch ganz gut so, denn sonst hätte man das Spiel nicht gewonnen. Aus dem normalen Spiel 6 gegen 6 hat man über 60 Minuten gefühlte 5 Tore erzielt. Aber so Spiele bei denen man im normalen Angriffsspiel den gegnerischen Torwart zum Helden macht, hat der TVN immer wieder, vor ein paar Jahren in Waiblingen oder so ziemlich jedes Spiel gegen Erlangen. Neu war nur, dass im Tor kein Glatzkopf stand. Das Spiel wurde von den Abwehrreihen und den Torhütern bestimmt und am Ende hatte der TV Neuhausen mit 23:22 (13:10) die Nase knapp vorne. Spiele in denen beiden Mannschaften nur knapp über oder manchmal sogar weniger als 20 Tore erzielen kommen neuerdings auch wieder öfter vor. Ist auch nicht verwunderlich wenn man, sollte die erste Welle nicht zu einem einfachen Tor führen, ein ruhiges Aufbauspiel bevorzugt und den Ball erst mal auf 14 Meter drölfmal im Kreis wandern lässt um dann nach und nach Druck aufzubauen. Nur wenn man das 57 Minuten lang macht, dann macht man sich die restlichen 3 Minuten auf der Bank zum Affen wenn man wie wild Zeitspiel fordert. Die Linie der Schiedsrichter war auch recht merkwürdig, zum einen bei Stürmerfoul und falscher Sperre recht kleinlich, zum anderen Neuhausen nur mit einer Zeitstrafe und auch Andreas Simon durfte den Schlusspfiff auf dem Platz erleben. Aber was das Zeitspiel angeht sind sie nicht wie viele andere in den letzten Spielminuten von ihrer Linie abgewichen. Wenn man komisch pfeift, dabei aber über das ganze Spiel eine klare Linie hat, können sich zumindest theoretisch alle darauf einstellen und gut ist.
Bereits lobend erwähnt wurden die Siebenmeter von Schiller, bis auf den einen der neben das Tor ging. Blöd nur, dass er erst der dritte Schütze war, so hat man insgesamt 3 Siebenmeter nicht verwandelt. Ligaweit bekommt man mit im Schnitt 6,1 die meisten Siebenmeter zugesprochen belegt aber mit einer Quote von 65,3% gerade mal Platz 17. Im Vergleich zu den Topteams mit Quoten um 80% macht das pro Spiel fast 1 Tor aus.
Auslosung für das DBH-Pokal Achtelfinale war dann auch noch. Es gibt ein Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen. Komischerweise bin ich mir nicht mal sicher, dass der TVN ausscheidet, denn Göppingen spielt bislang wenig überzeugend und hat seine Heimspiele gegen die Aufsteiger nur knapp gewonnen und der TVN war in der Lage den TV Hüttenberg in der Hofbühlhalle zu schlagen.
Nach der Auslosung gab es noch das Spiel Füchse Berlin gegen THW Kiel und mal ernsthaft, außer den Berliner kann das Gehampel von Heinevetter doch keiner mehr ertragen. Es nervt, werd erwachsen!

Das Tamagotchi-Ei

Oder auch Schloss Neuschwanstein Castle.
Einerseits legt fast jeder deutsche Japan-Blog und Reiseführer Wert darauf zu erwähnen das es Fuji-san heißt und nur Idioten den Berg Fujiyama nennen, andererseits ist dann aber Nijo-jo Castle eines der Must-Sees in Kyoto. Wieso Castle und nicht einfach nur Burg? Was könnte „-jo“ nur bedeuten und warum enden so viele Burgen (Himeji-jo, Karasu-jo, Kumamoto-jo) darauf?
Gleiches gilt für japanische Gärten, wenn man sie Garden nennt werden sie auch nicht schöner und wenn man sich die Namen mal genauer anschaut (Koraku-en, Kenroku-en, Kairaku-en), sollte einem auch da etwas auffallen.
Zentsu-ji, Shitenno-ji, ein Tempel, die sind übrigens buddhistisch. Hat sich so ergeben, im deutschen haben Buddhisten Tempel und Shintoisten Schreine. Und die sind übrigens tatsächlich knifflig, Schreine haben verschieden Endungen mit verschiedenen Bedeutungen, je nachdem wofür sie gebaut wurden, wie groß sie sind, wann sie gebaut wurden,…
Wenn man in Japan nach dem Weg fragt, hab ich kein Problem mit Shrine oder Garden, sonst versteht einen der Japaner ja erst recht nicht. Bei einem Reisebericht auf deutsch aber extra Castle zu schreiben, weil es besser klingt oder es angeblich genauer trifft, obwohl man im deutschen je nach Verwendungszweck die Wahl hat zwischen Burg, Schloss und Festung, ich weiß ja nicht…
Zurück zur Überschrift, Tamago ist das japanisch Wort für Ei.

Aufstiegskandidat?

Hab ja lange nicht mehr über den TV Neuhausen geschrieben, wird mal wieder Zeit.
Im DHB-Pokal steht man nach einer über 800km langen Anreise und einem 31:33 (17:16) Sieg über HSG Tarp-Wanderup im Achtelfinale. Da kommt man so langsam in Grübeln ob man jetzt den THW Kiel daheim als Gegner haben möchte oder sich mit Losglück bis ins Final Four nach Hamburg spielt. Es sind neben 9 Bundesligisten noch zwei Vertreter aus Liga 3 dabei und neben dem TVN noch 4 weitere Zweitligisten von denen man diese Saison schon 3 geschlagen hat. Es sind also durchaus noch schlagbare Gegner im Topf.
In der Liga gab es zwar am letzten Spieltag die erste Niederlage und Kiel ist damit der letzte ungeschlagene Bundesligist, aber trotz der Niederlage steht man in der Tabelle weit besser da als gedacht. Auch waren die Fans des DHC Rheinland voll des Lobes und meinten der TVN wäre der bisher stärkste Gegner und durchaus ein Aufstiegskandidat. In Neuhausen hat auch schon der ein oder andere angefangen zu träumen und da muss ich mal wieder die Spaßbremse ziehen. Die Saison ist noch lang und auch letzte Saison stand man nach 7 Spieltagen ganz weit oben, man sammelt immer noch Punkte um den Abstand zu den vier Abstiegsrängen  möglichst schnell möglichst groß zu bekommen. Platz 10-12 am Ende, vielleicht sogar knapp Einstellig und ich wäre mehr als glücklich. 38 Spiele in der Runde und mindestens 4 im Pokal, da kann so einiges passieren. Und ich gebe es zu, ich bin ein klein wenig  froh, dass die Österreicher nicht bei der EM im Januar in Serbien dabei sind, sonst wären da noch ein paar zusätzliche Spiele für Thomas Bauer angestanden, denn mit der aktuellen Form wäre es sicher im Kader der Österreicher. Wenn man nach Weihnachten noch unter den Top3 ist, mach ich mir vielleicht noch mal so meine Gedanken, aber sonst gibt es den Aufstiegskampf ohne mich.
Naja nicht ganz, die zweite Mannschaft steht in der Landesliga ganz gut da und so wie sich am letzten Samstag zurück gekämpft haben um das Spiel in den letzten Sekunden zu drehen, kann es durchaus passieren das man oben mitspielt. Und wenn ich den Spielplan richtig im Kopf habe, spielt man recht oft am Samstag Abend wenn die erste Mannschaft ein Auswärtsspiel hat. Wenn man sich die langen Auswärtsfahrten wie ich nicht zu oft antun möchte eine gute Möglichkeit um nicht zu viele Handballlose Wochenenden verbringen zu müssen.

James Joyce FTW!

Wer sich an der Uni Ulm schon mal für eine additive Schlüsselqualifikation anmelden wollte/musste/durfte, sollte das ja kennen, pünktlich zum Beginn der Onlineanmeldung geht die Website in die Knie und ist minutenlang nicht erreichbar. Wenn nach 10-15 Minuten die Hälfte der Studenten aufgehört hat im Sekundentakt auf F5 zu hämmern und erst mal etwas anderes tut, kann man sich dann endlich anmelden. Oder auch nicht. Die beliebten Kurse wie etwa die Maple oder Latex Kurse haben dann nämlich schon -37 freie Plätze, ja das ist ein Minus. Genauso geht es auch mit den Sprachkursen I, da ist selbst Japanisch innerhalb von wenigen Sekunden gnadenlos überbelegt. Bei Japanisch II herrscht dagegen schon wieder gähnende Leere und der gute Horst beglückt dann nur noch 5-10 Leute mit komischen Geschichten aus seinem actiongeladenen Alltag. Auf japanisch hatte ich aber keine Lust und andere Fremdsprache II wäre eine eher weniger gute Idee. Was tut man dann um einen Platz in einem ASQ zu bekommen? Ich habe mich an die Qualen erinnert, die mir Ulysses von James Joyce bereitet hat. Ich habe ja versucht ihn zu lesen, habe auch jede Seite zumindest entgeistert angestarrt und bin dann doch gescheitert. Zu Ulysses gibts kein ASQ, aber zu seinem angeblich tatsächlich lesbaren Frühwerk Dubliners und genau den Kurs hab ich dann auch belegt. Da war ich auch nach 20 Minuten der Erste der sich dazu angemeldet hatte und auch am späten Abend war der Kurs nur halb voll. Meine Hoffnung ist jetzt, dass ich über Dubliners einen besseren Zugang zu James Joyce finde.