Geschenke für Japaner

Eigentlich habe ich es bereits in mehreren Artikeln erwähnt, aber da die Frage doch immer wieder aufkommt und die Leute interessiert, jetzt nochmal.  Das mit den Haribotüten meine ich wirklich ernst. Das man sie mittlerweile auch in Japan einigermaßen problemlos kaufen kann ist sogar von Vorteil. Man hat sie schon einmal gesehen, weiß, dass sie aus Deutschland oder zumindest nicht aus Japan kommen, hat sie in der Regel aber wegen dem Preis oder aus anderen Gründen noch nie gekauft.

Haribo

Haribo

Die Dose ist schon fest verplant. Die kleinen Haribotüten einzeln als kleines Danke falls man mal nach dem Weg fragt und der gefragte dann den Rest vom Weg mit einem läuft damit man sein Ziel auch ja sicher erreicht oder ähnliche Situationen. Die Amicelli auch, wobei ich mir da noch nicht sicher bin ob es jetzt nicht schon zu warm ist um Schokolade im Rucksack durch die Gegend zu transportieren. Wenn es mal was größeres gibt, kann man einfach mehrere Tüten nehmen und wenn man mal Hunger hat, dann kann man sie auch selber essen. Marmelade kommt auch immer gut. Entweder selber gemacht oder einzeln portioniert. Wenn man sie selber macht, dann ist es halt ein volles Glas, da dass bei so manchem Japaner drei bis fünf Jahre hält, sind wenn man sie sowieso kauft die einzeln Verpackten besser, da sind dann auch immer verschiedene Sorten dabei wenn man sie im 10er-Pack kauft.
Über Geschmack kann man streiten aber aus für mich unerklärlichen Gründen stehen Japaner auch unheimlich auf Tücher der Firma Feiler und fürchterlich stinkende Seife.
Und da in Japan ja alles so teuer ist und sie sich kaum was zum anziehen leisten können, hab ich noch ein Hemd gekauft

Hemd

Hemd

Ne ernstaft, mir ist nichts besseres eingefallen. Derjenige der es bekommt ist in meinem Alter und wenn er in letzter Zeit nicht fett geworden ist, sollten ihm Klamotten die mir passen auch passen. Eins aussuchen und das andere behalte ich. Das ist für euch kein hilfreicher Tipp? Ach, aber ihr wolltet wissen was man Japanern schenken kann und was ich ganz konkret mitnehme. Und das ist halt ein stinknormales Polohemd und um das ganze noch toller zu machen, verschenke ich auch noch Werbegeschenke.

Werbung

Werbung

Die Japaner wollen nämlich immer wissen woher aus Deutschland ich komme und was es dort tolles gibt. Tja, ich komme aus Metzingen und da gibts Fabrikverkäufe, hier nehmt diese Tüte mit Werbequatsch. Finden die Japaner ernsthaft interessant. Als ich klein war, da war Metzingen noch die Stadt der 7 Keltern, dass zieht heute aber nicht mehr, jetzt kann man hier ganz toll shoppen.

Exit Sandman?

Jetzt ist es endlich passiert, der 240 Millionen Mann Albert Pujols hat im 111 At-Bat seinen ersten Homerun für die Los Angeles Angels geschlagen. Vielleicht bringt die Schnapszahl ja Glück. Denn auf die Frage wer seit dem 20. April den schlechtesten Batting Average hat, hätte ich wahlweise auf Chone Figgins oder Justin Smoak getippt, aber nicht einmal da kann man sich auf die Offense der Mariners, die mehr als kläglichen .122 wurden noch von Pujols .093 unterboten. Auch was das Slugging anging führte er die Liste mit .111 von der falschen Seite an. Auch einen weiteren Negativ-Rekord hat die Offense der Angels aufgestellt, von dem ich gedacht hätte er wäre perfekt für die Mariners. Ervin Santana scheint die 2012er Version von Doug Fister zu sein, er pitcht zwar schlechter als Fister, dafür hat er aber auch noch weniger Hilfe von seinen Mitspielern bekommen. Bei seinen letzten 5 Starts haben die Angels keinen einzigen Run erzielt und Santana steht jetzt bei einer Bilanz von 0-6.
Was die Mariners bieten ist aber dennoch recht traurig, anschauen kann man sie echt nur alle 5 Spiele wenn Hernandez pitcht und noch an guten Tagen von Jason Vargas oder wenn man damit leben kann, wenn der Pitcher spätestens im 5. Inning gnadenlos einbricht und das Lineup zur Hälfte aus Pitchern besteht. Figgins sitzt mittlerweile auf der Bank, Smoak hat wirklich nicht mehr viel Zeit um zu zeigen was in ihm steckt und Spieler wie Ryan verhalten sich offensiv wirklich wie Pitcher. 2 Baserunner, 0 Outs und Ryan versucht zu bunten und scheitert selbst daran und kassiert ein Strikeout. Ichiro ist mit 1 Homerun und 6 Double für seine Verhältnisse ganz gut, er ist aber nicht mehr Leadoff Hitter sondern Nummer 3 und da muss mehr kommen. Ansonsten sind Montero und Seager die einzigen (kleinen) Lichtblicke. Ackley hat gerade einen etwas längeren Durchhänger und bei Liddi und Jaso warte ich lieber noch ein paar Spiele und über den Rest hüllen wir den Mantel des Schweigens. Oakland hat bisher mehr Siege als Niederlagen, dank der Angels ist man aber trotzdem nicht auf dem letzten Platz der AL West.
Doug Fister ist wieder gesund und pitcht erstmals gegen die Mariners, bin mal gespannt wie das endet. Über einen anderen ehemaligen Mariner beziehungsweise seine Verletzungsanfälligkeit macht sich mittlerweile auch jeder lustig, die Tatsache, dass Erik Bedard bereits 6 Starts absolviert hat ohne sich zu verletzen war ernsthaft eine Meldung wert.
Wenn sich ein Yankee das Kreuzband verletzt und selbst die Red Sox Nation traurig darüber ist, dann muss wirklich was merkwürdiges passiert sein. Der beste Closer aller Zeiten, Mariano Rivera hat sich während des Batting Practice beim fangen von Flyballs im Outfield so schwer verletzt, dass sogar darüber spekuliert wurde, ob er wegen seines hohen Alters jemals wieder pitchen würde. Zum Glück ist auch Rivera selbst der Meinung, seine Karriere so nicht beenden zu können und plant alles zu geben um es nochmal auf den Mound zu schaffen.
Kein schöner Anlass aber eine schöne Geste gab es am Freitag bei den New York Mets. MCA von den Beastie Boys, wie auch der Rest der Band Mets Fan war an Krebs gestorben und das waren die Songs die zu den At-Bats eingespielt wurden:
Ruben Tejada: Intergalactic
Daniel Murphy: No Sleep ‚till Brooklyn
David Wright: Brass Monkey
Lucas Duda: The New Style
Scott Hairston: Root Down
Ike Davis: Fight For Your Right (To Party)
Andres Torres: So What’cha Want
Josh Tole: Make Some Noise
Dillon Gee: Body Movin
Vinny Rottino: Paul Revere

Und um den Artikel mit was nettem zu beenden und da Schnapszahlen was nettes sind, eine Statistik mitten aus dem Spiel der Twins bei den Mariners:

Pitching Stats

Pitching Stats

Anywhere But Here

In Deutschland gibt es immer noch nur die langweiligen KitKat Versionen und neue sollen laut Nestle auch nicht dazu kommen. Bis nach Japan muss man aber auch nicht reisen um mal andere KitKat zu probieren. Eine Reise nach England tut es auch und von dort hat mir meine Schwester welche mitgebracht.

Auswahl

Auswahl

Wir haben hier die bereits bekannte Erdbeere, oben darauf noch Amaou Erdbeere, japanische und englische Bitterschokolade, Orange und Minze ebenfalls aus England. Wie man bereits sehen kann, taugt die Bitterschokolade hervorragend zum abnehmen. Wenn man hundert davon ist, dann hat man im Gegensatz zu anderen KitKat ganze 100 Kalorien eingespart und da der Sommer naht ist es ja wichtig auf seine Figur zu achten.
Beim auspacken fallen einem dann mehrere Dinge auf, englische Kitkat sind länger und mit Lebensmittelfarbe haben sie es auch nicht so. Das KitKat-Logo ist ebenfalls ein anderes, der Schrifzug ist beim japanischen länger und als Vertiefung, beim englischen Kitkat gibt es eine Vertiefung um den Schriftzug herum.

Länge & Logo

Länge & Logo

Farblich kann man die beiden Erdbeersorten nicht unterscheiden, dafür aber die Bitterschokoladen. Die Kurze ist die Japanische.

Farbe

Farbe

Und jetzt zum wichtigsten, dem Geschmack. Sonderlich unterscheiden tun sich die Erdbeerversionen nicht, ich bilde mir aber ein die Amaou-Variante ist noch ein wenig süßer, und die normale besteht schon aus kaum was anderem als Zucker. Die Bitterschokoladen kann man nicht nur optisch unterscheiden sondern auch geschmacklich, die Japanische hat diesen typischen japanischen Schokoladengeschmack. Das kann ich jetzt nicht besser beschreiben, wer aber mal japanische Schokolade gegessen hat, wird hoffentlich wissen was ich meine. Orange schmeckt wie die Soft Cakes von Griesson als KitKat und Minze wenig überraschend so wie man sich ein After Eight Kitkat geschmacklich vorstellen würde. Schokolade plus Minze erinnert mich aber immer an After Eight.
Für alle die sie nicht gefunden haben, neben dem bereits verlinkten Artikel geht es auch noch hier und hier um KitKat.

Tango no Sekku/Kodomo no Hi

Passend zum 5.5 ist das Wetter schlecht und die Koinobori ist im Haus geblieben. Dass der „Kindertag“ auf einen Samstag fällt, ist übrigens blöd für die Japaner, da es ja ein Feiertag ist und dann alle frei hätten, haben die meisten Samstags aber sowieso schon. Selbst der Sonntag wäre besser, dann wäre als Ersatz für den eh schon arbeitsfreien Sonntag der Montag ein Feiertag. Der Samstag ist also der Tag in der Woche auf den ein Feiertag nach Möglichkeit nicht fallen sollte. Den Süßkram den es traditionell Heute zu essen gibt mag ich nicht sonderlich und daher verbringe ich den Tag mit Handball schauen und KitKat essen. Die kommen dieses mal aus Japan und England und bekommen die nächsten Tage noch ihren eigenen Artikel. Da ich bei meinem Glück schon damit rechnen konnte, dass die Fahne heute nicht gehisst wird, habe ich die letzten Tage immer wieder versucht ein ordentliches Foto zu machen. Wenn es windig war, war ich nicht da und wenn ich mit der Kamera in der Hand auf dem Balkon stand, dann hatte der Wind besseres zu tun, gestern hat es dann aber doch noch geklappt. Die Fahne mit richtigem Wind:

Gegen den Strom

Gegen den Strom

Enter the Void

Gaspar Noe’s Film aus dem Jahr 2009 vor dem ich mich wegen Irreversible bis letztes Jahr gedrückt habe, denn nach dem Werk war mein Interesse daran mir nochmal etwas von Noe anzutun gleich Null. Nachdem Enter the Void aber in Tokyo spielt, siegte dann doch irgendwann die Neugier und mir hat es den Magen umgedreht. Jedoch aus einem anderen Grund als noch bei Irreversible, dort war es hauptsächlich die Gewalt, hier sind es, mangels Feuerlöscher „nur“ die visuellen Effekte und die Kamera. Verkatert sollte man sich den Film nicht anschauen und als Epileptiker gleich zweimal nicht.
Wir befinden uns in einer Wohnung in Tokyo und sehen die Welt aus den Augen von Oscar einem Drogendealer der dort zusammen mit seiner Schwester Linda lebt. Und ich meine wirklich mit seinen Augen, die Kameraperspektive ist die seiner Augen, wenn er sich mit der Hand durchs Gesicht fährt, dann wird es kurz dunkler, die Kamera schwenkt nach recht, weil er seinen Kopf dreht und wenn er auf einem Trip ist, dann sieht man eben komisches Neonfarbenes irgendwas. Victor möchte von Oscar Drogen kaufen und so macht sich Oscar zusammen mit seinem Freund Alex auf den Weg ins The Void. Auf dem Weg dorthin, der optisch etwas von Google Streetview hat, erzählt ihm Alex vom tibetanischen Buch des Todes, demzufolge unter anderem der Geist eines Menschen auch nach dem Tod auf der Welt verbleiben kann, bis es zu seiner Reinkarnation kommt. Ins The Void geht Oscar dann alleine, der Treff entpuppt sich dann aber als Falle und endet damit, dass Oscar auf der Toilette von einem Polizisten erschossen wird. Film vorbei, wir haben einen Noe-Film überstanden.
Oder auch nicht. Von nun an schweben wir zusammen mit Oscars Geist durch Tokyos Nachtleben, hatte er seiner Schwester doch geschworen sie niemals alleine zu lassen. In verschiedenen Rückblicken erfahren wir mehr über Oscars Vergangenheit, diese springen auch mal gerne durch die Zeit, da fummelt der erwachsene Oscar an einer Brust herum die dann plötzlich zur Brust seiner Mutter wird, die seine Schwester stillt und dann gibt es noch diesen verkackten LKW, der immer mal wieder aus dem nichts auftaucht. Oscar versucht immer auf seine Schwester aufzupassen und versucht sie auch mit Alex zusammen zu bringen, da ihr aktueller Freund Mario nicht der richtige für sie ist. Währenddessen erfährt man dann auch, warum Victor in verpfiffen hat, so was macht man halt einfach nicht. Hört sich soweit eigentlich ganz harmlos an, wir sind hier aber nicht im Kindergarten und so gibt es sexuelle Spannungen zwischen Oscar und seiner Schwerster und ich war wie schon in 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage näher bei einer Abtreibung dabei, als ich eigentlich jemals sein wollte und auch beim finalen Höhepunkt hätte ich den Platz in der ersten Reihe nicht unbedingt gebraucht. Nach einiger Zeit endet man dann wieder auf dem Klo im The Void und die verwirrende Geschichte geht weiter.
Da ich beim beschreiben der Optik irgendwie recht schlecht bin, hier noch der Trailer damit man weiß woran man ist und ob man den Film unabhängig von der Handlung überhaupt sehen möchte:

Koinobori

Der April ist vorbei und so langsam hat auch der letzte Kirschbaum aufgehört zu blühen. Was am Kirschbäume anschauen so toll sein soll, habe ich auch noch nie verstanden und das obwohl ich ja ein großer Freund japanischer Gärten bin. Hanami ist für mich japanisch für sich im Park mit Freunden auf einer blauen Plastikplane besaufen.
Das ist ein Kirschbaum

Mein Kirschbaum

Mein Kirschbaum

Blüt nicht so schön, dafür hat man später aber leckere Kirschen zum essen. Und es ist mein Baum den meine Eltern zu meiner Geburt von der Stadt geschenkt bekommen haben.
Nach dem April kommt der Mai und damit bald der Tango no Sekku, der 5. Tag im 5. Monat, ein Fest für Knaben. Seit 60 Jahren offiziell das Kinderfest, aber auch nur damit man aus dem 3.3. dem Mädchenfest nicht auch noch ein Feiertag machen muss und sich am Ende keiner diskriminiert fühlt. Wegen dem Fest hängt man in Japan Koinobori, also Karpfenfahnen auf. Wie ich bereits gezeigt habe, gibt es bei meinen Eltern im Haus kein großes Puppenset zum Hina-Matsuri und daher auch nur eine kleine Karpfenfahne:

Koinobori Klein

Koinobori Klein

Im Flur hängt ganzjährig auch noch eine etwas größere:

Koinobori Mittel

Koinobori Mittel

Jetzt aber mal ernsthaft, ich das Lieblings(enkel)kind und Jungs sind besser als wie Mädchen und sowieso und überhaupt, natürlich gibt es extra für mich die Fahne auch noch in einer vernünftigen Größe:

Koinobori Gross

Koinobori Gross

Die Kugel die ganz oben hin gehört ist leider kaputt und fehlt daher. Je nachdem wen man fragt sind die drei Karpfen Vater, Mutter und Ich und wenn noch ein Junge auf die Welt kommt, würde man einen weiteren Karpfen hin hängen, oder Vater, meine große Schwester und Ich, dann würde für jedes weitere Kind ein neuer Karpfen hinzu kommen. Mir ist es egal, ich bin in beiden Fällen der blaue Koi.
Als ich das Foto gemacht habe, war es übrigens super windig und das am linken Bildrand ist keine Hand, die die Koi hoch hebt. Ich schwör! Wie man sieht, sind die Koi so am Masten befestigt, dass sie gegen den Wind/Strom schwimmen und symbolisieren somit Kraft und Stärke.