Fuck You Very Much!

Wie bereits erwähnt, wurde der Karren in Düsseldorf erfolgreich gegen die Wand gefahren. Die HSG Düsseldorf hatte kein Geld mehr und stellte den Spielbetrieb ein. Alle bisher absolvierten Spiele der HSG werden aus der Wertung genommen, freut vor allem die Vereine die Punkte haben liegen lassen. Die Teams die noch zum Auswärtsspiel nach Düsseldorf müssten, müssen die mühsame Reise nicht mehr antreten und sparen sich das Geld für Flugzeug, Bus, Bahn, Übernachtung oder was auch immer so anfällt und wenn ein Spiel nicht stattfindet, dann kann sich auch niemand dabei verletzen. Blöd nur, wenn man noch ein Heimspiel gegen die HSG Düsseldorf hat. Da ein Heimspiel in der Regel kein Minusgeschäft sein sollte, denn sonst hat man ganz andere Probleme, verliert man dadurch Geld. Nicht nur für den Verein dumm, wenn keiner in der Halle ist, dann sieht auch keiner die Werbung, es berichtet niemand darüber und es gibt kein nettes Bild in der Zeitung. Meine Dauerkarte wurde auch deswegen gekauft, weil ich dachte, ich könnte dafür 19 Spiele zum Preis von 17 sehen. Ein ausgefallenes Heimspiel ist also für alle schlecht, den Verein, die Sponsoren und für die Fans. Dachte sich auch die HC Erlangen und bezahlte der HSG den Bus und die Verpflegung weil es billiger ist als ein Spielausfall. Das Ergebnis zählt zwar nicht, aber die Fans kommen in die Halle, kaufen sich auch was zum trinken und man hat ein nettes Trainingsspiel.
Dann war plötzlich wieder Geld vorhanden und das Spiel gegen Emsdetten konnte doch stattfinden. Da hat sich der TV  Emsdetten aber gefreut, hatte er doch gerade einige Verletzte und einen Spieler bei der Nationalmannschaft. Und so durften sie, statt sich daheim zu entspannen an einem Dienstag Abend nach Düsseldorf fahren um sich dort mit einem Minikader vor einem Minipublikum eine Niederlage abzuholen. Yeah!
So wurde aus wir haben kein Geld, wir stellen den Spielbetrieb sofort ein ein wenn ihr und Geld gebt kommen wir zu euch, daraus dann ein wir denken von Spiel zu Spiel und aktuell wird zumindest im März in Düsseldorf noch Handball gespielt. Ganz großes Kino.
Die anderen Vereine können sich schon mal neben das Telefon setzten und warten bis der der Anruf kommt ob es sich lohnt zum Auswärtsspiel zu fahren. Oder auf den Anruf man wäre 100km von der Halle entfernt und der Tank ist leer, wenn man sein Heimspiel austragen möchte solle man doch schleunigst mit ein wenig Bargeld zur Autobahnraststätte kommen und wenn es geht am besten noch ein paar Butterbrezeln mitbringen.
Was soll man da machen? Zählen die Spiele am Ende der Saison oder ist es besser wenn man einen Gang raus nimmt und keine Verletzungen riskiert? Soll ich am Spieltag die Halle vorbereiten? Den Bus stornieren? Und wo wohnen eigentlich die Herren Flatten und Lieven damit ich ihnen bei Gelegenheit mal gepflegt vor die Haustür kacken kann?

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Diner for One

Endlich mal wieder ein Hanbdall-Artikel. Wie jede Saison ist die spannendste Frage im Handball ob es auch sportliche Absteiger gibt oder nur wirtschaftliche. Aktuell sieht es nach drei wirtschaftlichen und einem sportlichen Absteiger in der zweiten Liga aus. Korschenbroich zieht aus Vernunft rechtzeitig die Reißleine. Das es in Dormagen und Düsseldorf auch nicht ganz Rund lief, war auch jedem bekannt, die völlig missratene Öffentlichkeitsarbeit im Zuge der geplanten Fusion hat dann im Umfeld und bei den Sponsoren für so viel Unruhe gesorgt, dass das Projekt nicht mehr überlebensfähig war. Und wenn man sich so umhört, was die Teams auf den ersten Plätzen der dritten Ligen so denken, dann sind da genug die kein Interesse an einem Aufstieg haben und sollte es sportlich doch so kommen, darauf verzichten werden. Am vorderen Ende der Tabelle in Liga 2 das gleiche Spiel, Minden will und wird aufsteigen. Danach wird es schon dünn. Es soll auch ein Team im oberen Tabellenviertel geben, dass definitiv nicht aufsteigen möchte und vom TV Neuhausen möchte ich es nicht. Mein Grund ist eine Kombination aus Egoismus und Geld. In der Hofbühlhalle darf man ja nicht spielen und die nächstgelegene Bundesliga-taugliche Halle steht in Tübingen. Jetzt zu Fuß in 5 Minuten von der Haustür meiner Eltern zu Halle, nächste Saison muss dann das Auto her. Werde ich mir nicht 17mal antun, und da bin ich nicht der einzige der so denkt. Ich habe jetzt schon mit genug anderen langjährigen Dauerkartenbesitzern geredet, da sind einige dabei die auch so denken. Man kommt also nicht zu jedem Spiel und wenn man kommt, dann mit dem Auto, man bleibt also nach dem Spiel nicht so lange in der Halle und trinkt auch nicht so viel. Falls man überhaupt mehr als 10 Minuten nach Spielende noch in der Halle sein darf und die Theke nicht schließt. Die Theke wird dann natürlich auch von einem professionellen Caterer betrieben und kostet einiges mehr als jetzt. Nach den ersten paar Spielen, die sicher ausverkauft sein werden, wird man nicht vor mehr Zuschauern als aktuell Spielen. Neben den ersten Spielen wird die Halle wohl noch gegen Balingen, Göppingen, die Löwen, Hamburg, Flensburg, Kiel und vielleicht noch gegen die Füchse voll, also bei etwa der Hälfte der Spiele. Wegen einem Spiel gegen Hannover nach Tübingen fahren? Sich als Tübinger den großen TV Neuhausen anschauen? Und mit 1500 Zuschauern lässt sich in der Kurt-App-Halle kaum großartig Geld verdienen.
Es wäre vielleicht gar nicht schlecht, wenn man die Anzahl der Teams von 20 auf 18 reduziert und den dritten Aufstiegsplatz streicht oder zumindest die Relegation wieder einführt.

TV Neuhausen – HG Saarlouis

Jetzt ist es passiert, man hat zwar noch ein Spiel bis zur EM-Pause und zwei bis zum Ende der Hinrunde, aber in beiden Fällen steht man im schlechtesten Fall auf Platz 3 und das ist, wie wir alle wissen ein Aufstiegsplatz.
Los ging es fasst so wie von mir vorhergesagt, Grigic spielt den Kreisläufer an und der holt einen Siebenmeter heraus, den dann Grigic verwandelte. Das ist doch ein Tor über den Kreis. Siebenmeter gab es dann noch reichlich, 10 für Saarlouis und 4 für Neuhausen, 11 gingen ins Tor, 3 nicht. Die nicht verwandelten gab es ausnahmsweise mal alle beim Gegner. Nach knapp 20 Minuten lag man mit 12-5 in Führung, auch dank der Tatsache, dass Grigic 4 davon auf der Bank verbringen musste. Der hatte trotz seiner 10 Treffer einen für seine Fähigkeiten mittelmäßigen Tag erwischt, und so kam Saarlouis zwar zur Halbzeit wieder heran, das Spiel drohte aber nie wirklich zu kippen. Auch dank einer überragenden Leistung von Maggi Becker im Tor mit seinen über 20 Paraden und so gab es nicht wie im Spiel gegen Rostock ein Unentschieden sondern einen mehr als deutlichen 34-24 (15-12) Sieg. Da er angeschlagen war, trat Ralf Bader etwas kürzer und wurde hervorragend von Jeremias Rose (im Angriff) und Dominik Eisele (Abwehr und Angriff) ersetzt. Im Angriff kann man sich über Jerry echt nicht mehr beschweren und wenn Eisele mal unverletzt bleibt, dann ist man nicht mehr so stark von Ralf Bader abhängig. Was ein fehlender rechter Rückraum ausmachen kann, hat man beim Gegner gesehen. Da auch noch Fontaine im Linken angeschlagen war, kam eine der besten Offensiven der Liga nur auf 24 Tore. Ein ausgeglichener Kader bei dem man gut durch wechseln kann mit dem man einzelne Ausfälle kompensieren kann, ist bei der ausgeglichenen Liga echt Gold wert.
Jetzt noch das Spiel in Eisenach und alle bis auf Thomas Bauer haben dann eine kleine Pause. Unser österreichischer Torwart steht im Kader für die WM-Qualifikationsspiele. Glückwunsch dafür.

TV Neuhausen – TV Emsdetten

Einfach aus Gewohnheit zum Anfang, die Anzahl der verworfenen Siebenmeter war 2. Immerhin wurden auch 5 verwandelt, aber die schlechteste Quote der Liga hat man immer noch. Die Anzahl der Siebenmeter sind auch der Grund dafür, dass 2 Kreisläufer in 60 Minuten nur einen Treffer erzielen und ich die Angriffsleistung von beiden dennoch gut fand. Kreisläufer wurden von den Emsdettern phasenweise 2 eingesetzt, da das aber mittlerweile von jedem Gegner zwischen 5 und 60 Minuten lang gegen die Neuhäuser 3-2-1 Deckung eingesetzt wird, kommt die damit immer besser klar. Die Rückraumhalben der Gäste kamen auch nicht damit klar, dass sie mit dem Ball keine zwei Schritte machen konnten ohne angegangen zu werden. Zum einen hat man nicht die Spieler für eine 6-0 zum anderen ist es echt ein enormer Vorteil eben nicht die Standardabwehr von 95% aller deutschen Handballmannschaften zu spielen. Zurück zum Spiel, außer das ich mir ein paar mehr einfache Treffer aus dem Rückraum gewünscht hätte, gab es am Spiel der Neuhäuser nichts auszusetzen. Selbst wenn man vorne mal nicht getroffen hat und die Emsdetter mehrfach die Chance hatten auf mehr als 3 Treffer heranzukommen, hielt die Abwehr mit einem bärenstarken Bauer einfach mal dicht. Da hätte das Spiel nämlich noch kippen können, der Gegner hat einen Lauf, kann den Rückstand von 6 auf 3 Tore halbieren und wenn er dann noch näher an den Ausgleich kommt, kann es sonst richtig gefährlich werden. Am Ende haben sie sich dann aber doch hängen lassen und der Endstand von 31:22 (14:8) war etwas zu hoch. Die waren keine 9 Tore schlechter, die 8 Treffer in Halbzeit eins zeigen aber recht deutlich wie groß ihre Probleme mit der Neuhäuser Abwehr waren. Einen weiteren Knackpunkt hab ich in den zwei schnellen Zeitstrafen für Kvalvik zu Beginn der zweiten Halbzeit gesehen. Mit 2 Zeitstrafen agiert man doch einen Tick vorsichtiger in der Abwehr und so tun sich Räume auf die zuvor nicht da waren. In den ersten 7 Minuten der zweiten Halbzeit macht man mit 7 Treffern fast so viele wie in der gesamten ersten Hälfte, kassiert aber in der Zeit auch die beiden Zeitstrafen. Dominik Eisele hat auch mal wieder spielen können, da warte ich mit meiner Freude aber noch ein paar Spieltage lang ab, sein Verletzungspech der letzten Jahre hält ja echt keiner aus. Und zum Schluss noch einen Tipp für Jeffrey Boomhouwer, lass dich nicht auf kleinere Rangeleien und Psychospielchen mit Ali Trost ein, der ist schon zu lange dabei für den Quatsch. Das Resultat war ein Wurf unters Hallendach und eine wirklich dämliche Zeitstrafe.
Jetzt steht man immer noch auf einem Aufstiegsplatz und selbst zwei Niederlagen in Folge würden daran nichts ändern. So langsam wird mir richtig unwohl. Klar Minden will und wird aufsteigen, Essen sollte es eigentlich auch schaffen. Aber dann gibt es ja noch einen dritten Aufstiegsplatz. Die Emsdetter reden sich nach den Niederlagen gegen Essen und Neuhausen selber schwach. Für Aufsteiger Leipzig kommt ein erneuter Aufstieg wahrscheinlich noch ein oder zwei Jahre zu schnell. Erlangen und Saarlouis in der Bundesliga? Die Vereine bei denen ich den Aufstieg vom Vereinsumfeld (Halle, Sponsoren, Etat,…) her machbar finde, sind einfach bisher unter ihren Möglichkeiten geblieben (Bittenfeld, Bietigheim, Hamm). Um es nochmal deutlich zu machen, ich will nicht, dass mein TVN aufsteigt. Ein Jahr erste Liga mit sofortigem Abstieg, dem Weggang der meisten Leistungsträger und dank der neuen stärkeren eingleisigen zweiten Liga der Durchmarsch in Liga 3. Wenn man denn überhaupt in der Hofbühlhalle spielen dürfte, ein Umzug in eine andere Halle und nach einer kurzen Anfangseuphorie wäre die Geschichte auch finanziell ein Fiasko. Muss ich nicht haben.

TV Neuhausen – HC Empor Rostock

Und schon waren es drei Unentschieden. Wieder mit einem tollen Anfang. Doch dieses mal hat man noch früher damit aufgehört tollen Handball zu spielen. Schön wars nicht und das lag nicht nur an der rustikalen Spielweise der Rostocker, von denen kam nämlich aus das spielerische Highlight, Michal Bruna. Grandiose Spielübersicht, spektakuläre Pässe, die auch aus mehreren Metern noch genau ankommen, leitet das Spiel auch noch, wenn er an den Kreis auflöst und sicher vom Punkt. Zwei mit Druck gespielte Pässe und die Lücke war da oder er hat das Tor selber gemacht. Und die Neuhäuser? Anspiele auf Kniehöhe oder knapp unter dem Hallendach, da muss man aufpassen nicht zu stolpern, so baut man keinen Druck auf und die Siebenmeter waren leider wie immer. Jetzt hat man es endlich geschafft, man bekommt die meisten und hat die schlechteste Quote der ganzen Liga. Ich verlange ja keine Quote wie letzte Saison von Coburgs Auerbach (87,5%) aber von vier sollte man schon drei hinter die Linie befördern, aktuell braucht man dafür aber fünf.
So und jetzt zur Zeitstrafenflut der Rostocker. Zwölf Zeitstrafen und zwei Rote Karten. Es waren zwar für mich nicht alle Zeitstrafen nachvollziehbar, aber wer in der Abwehr so zupackt, der muss halt auch mit der ein oder anderen Zeitstrafe rechnen. Wenn sich die Neuhäuser davon beeindrucken lassen, hat man ja auch selber was davon. Und es hätten noch mehr sein können, wenn man von Schiedsrichter weg gezerrt werden muss oder es zu einer Rudelbildung kommt ohne Zeitstrafen, dann kann man froh sein. Bei Papadopoulos hat auch nur seine Unfähigkeit drei Meter geradeaus zu laufen eine Zeitstrafe verhindert, da stürmt man quer durch den Torraum, legt sich kurz vor dem Schiedsrichter aufs Maul und schleicht sich dann davon. Beifall klatschen bei einer Roten Karte? Gut das es keiner gesehen hat.
Aber auch die Neuhäuser haben sich manchmal dumm angestellt. Man hat eine 6-4 Überzahl, mit Ali Trost nicht den schlechtesten Rechtsaußen und die Rostocker bauen eine Wurffalle für ihn auf, da ist dann auch bei nur 4 Spielern in der Abwehr die Mitte dicht. Dann tut dem Gegner bitte den gefallen und spielt durch auf Außen und rennt nicht mit dem Kopf durch die Wand und kassiert ein Stürmerfoul. Wenigstens hat man aus einem 27:29 in den letzten 90 Sekunden noch ein 29:29 (14:13) gemacht. Und ich hab den ehemaligen Söflinger Krzysztof Gorniak mal wieder in Aktion gesehen, er ist alt geworden, wobei jung war er auch in Söflingen nicht und einer starken Wurfarm hat er immer noch.

TV Neuhausen – HC Erlangen

Man ist bei Heimspielen immer noch ungeschlagen, es hat aber zum zweiten mal nur zu einer Punkteteilung gereicht. Nach einer 9:2 Führung gab es am Ende ein 25:25 (13:12). Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie unter der Woche schon ein Spiel hatte. Erlangen hat gespielt wie immer, starke Deckung mit einem nach der Auszeit gewohnt sicheren Bayerschmidt im Tor. Die 50 Tore waren für ein Spiel mit Erlanger Beteiligung auch fast schon viel. Zu Beginn etwas überhastet haben sie die Angriffe ruhig ausgespielt bis sich eine Lücke auftat und sich auch durch ein angezeigtes Zeitspiel nicht aus dem Konzept bringen lassen. Der TVN dagegen war dann doch das ein oder andere mal überhastet im Angriff und wollte zu schnell zu viel. Jerry hat dafür mal wieder gezeigt wozu er im Angriff in der Lage ist und 6 Tore erzielt. Im Tor gab es aufgrund der Verletzung von Thomas Bauer 60 Minuten lang Maggi Becker und da konnte man nicht meckern. Bleibt nur die Frage warum man 15 Sekunden vor Schluss keine Auszeit genommen hat.
Zur Hallendiskussion, überlegt mal, wo eine neue Halle gebaut werden könnte. In einem gewissen Industriegebiet, in dem die Neuhäuser keine hohen Gebäude haben wollten weil sie beim spazieren die Aussicht versauen. Und so Hallen sind hoch. Damit sich das ganze lohnt, muss sie auch deutlich größer sein als die Hofbühlhalle. Was eine Halle für 2500 Zuschauer kostet, kann man ja mal in Balingen erfragen. Die gibts nicht umsonst. Einziger Nutzer der Halle wäre wohl der TV Neuhausen und mit 19 Heimspielen kann sich eine solche Halle nicht finanzieren. Beim TVN 2 sind regelmäßig 150 Zuschauer da, die Tussies haben auch deutlich unter 1000 und sonst gibts im Ermstal niemanden, der eine solche Halle regelmäßig nutzen könnte. Wenn es mal nicht mehr so läuft, man im Tabellenkeller steckt oder sich gar aus der zweiten Liga nach unten verabschiedet, dann hat sich das mit dem Zuschauerandrang auch ganz schnell erledigt. Die Halle war doch zu Oberliga- und Regionalligazeiten auch nur voll, weil man ständig unter den Top 3 der Liga war. Die Bilder die ich bisher aus der neuen Arena in Coburg gesehen habe, zeigen was ich meine, da ist wenn überhaupt nur jeder zweite Platz besetzt.
Den aktuell 3. Platz in der Tabelle verdankt man zum Teil auch dem Spielplan. Gegen Mannschaften aus der unteren Hälfte hat man 12:0 Punkte geholt. Gegen Mannschaften mit einstelligem Tabellenplatz gab es zu Hause 1 Sieg und 2 Unentschieden. Auswärts bisher nur die Niederlage gegen Dormagen.

Junger Wein in alten Schläuchen

Die erste Mannschaft des TVN hatte am Wochenende Spielfrei, da gibts das Spiel erst am Mittwoch. Ligaspiele unter der Woche sind was ganz tolles…
Handball gab es trotzdem mehr als genug. Die Nationalmannschaft hat beim Supercup zum ersten mal mit Martin Heuberger als neuem Trainer gespielt und ganz geschmeidig alle Spiele verloren. Aber was soll sich auch geändert haben? Der Trainer ist der langjährige Co-Trainer und die Spieler sind auch noch die gleichen. Da wird stundenlang im Rückraum gekreuzt und die gegnerische Abwehr bewegt sich genau gar nicht. Die sind auch nicht blöd und merken wenn da nur im Kreis gepasst wird ohne Druck Richtung Tor zu machen. Hens braucht einfach seinen Anlauf aber um den zu bekommen muss die Abwehr erst mal in Bewegung kommen. Wobei, selbst wenn es mal eine Lücke in der Abwehr gibt, geht man nicht rein sondern spielt den angesagten Spielzug bis zum bitteren Ende durch. Die Außen müssen nach wie vor  für Hens auf Halb decken und ohne Toto klappt das nur bedingt. Die 5-1 sah dafür aber zum Teil ganz gut aus. Christophersen ist ohne Jaszka neben sich und Laen am Kreis auch nur noch halb so gut und Kaufmann sucht schon die ganze Saison nach seiner Form, hat aber auch mit Verletzungen zu kämpfen. Hens, Kaufmann und Christophersen, das ist das deutsche Aufgebot auf der Königsposition. Bei den anderen Positionen sieht es auch nicht besser aus, die Außen sind zwar auf dem Papier tatsächlich Weltklasse, haben aber nicht gerade durch ihre Chancenverwertung geglänzt und im Tor steht halt Heinevetter. Geglänzt hat auch der Abwehrchef Oliver R., hauptsächlich durch diskutieren und stoßen von hinten in den Rücken der Angreifer. Am Ende war es dann sogar gut, dass man auch das Spiel gegen Spanien verloren hat, sonst könnte man sich das Ganze noch schön reden. Wir sind ja an der Weltspitze dran, knappe Spiele, unglückliche 5 Minuten aber der Rest war super toll. Trololol.
Wenn die erste Mannschaft kein Heimspiel hat, dann hat die Zweite eins. War aber auch nicht gut. Fahrlässige Chancenverwertung ist noch nett ausgedrückt. Der Torwart hätte schon aus dem Weg springen müssen und 2 mal Latte gleich 1 Tor wäre auch eine tolle Sache. Nachdem meine Mama dabei war, habe ich ihr ungefähr 5 Minuten lang erklären versucht was die Schiedsrichter pfeifen und warum. Danach habe ich entnervt aufgegeben und ihr gesagt, die würden wahlweise die Entscheidung auswürfeln oder auf Publikumswünsche reagieren. Meine Fresse waren die Scheiße. So, jetzt ist es raus. Die waren aber nicht die einzigen, die sich bei mir beleibt gemacht haben. Wenn man durchaus verdient mit 5 Toren führt und noch 80 Sekunden zu spielen sind, dann lieber Trainer der HSG Schönbuch nimmt man seine Auszeit nicht. Außer man will sich von seinen Fans schon vor Schlusspfiff feiern lassen, was aber mehr als arm wäre. Die können sich übrigens noch einen Keks verdienen. Einer von ihnen, sofern der gute Mann mit Gips am Arm mir die Regel zeigen kann die es einem Torwart verbietet den Torraum zu verlassen. Immer dieses Regelhalbwissen.
Ein weiteren Griff ins Klo hat sich mein Liebling bei der HBL Uwe Stemberg geleistet. Das Spiel SV Post Schwerin gegen DHC Rheinland fand nicht statt, da der Hallenboden zu glatt und ein Spiel damit zu gefährlich war. Läuft wohl auf einen Sieg am grünen Tisch für Dormagen raus. Auf den Hinweis bei einem ähnlich gelagerten Fall im letzten Jahr beim Frauenhandball bei dem es zu einem Wiederholungsspiel kam, hieß es von Stemberg nur, „dass die Frauen eine ganz andere Rechtssprechung haben“. Der Handball da sei nicht so professionell. Kann der Clown bitte mal in Rente gehen.

Handball vom Wochenende

Gegenstöße, Überzahlspiel (sonst ja oft eher ein Nachteil), 5/6 Siebenmeter von Schiller und die Abwehr haben im Spiel gegen ASV Hamm-Westfalen ausgezeichnet funktioniert. War auch ganz gut so, denn sonst hätte man das Spiel nicht gewonnen. Aus dem normalen Spiel 6 gegen 6 hat man über 60 Minuten gefühlte 5 Tore erzielt. Aber so Spiele bei denen man im normalen Angriffsspiel den gegnerischen Torwart zum Helden macht, hat der TVN immer wieder, vor ein paar Jahren in Waiblingen oder so ziemlich jedes Spiel gegen Erlangen. Neu war nur, dass im Tor kein Glatzkopf stand. Das Spiel wurde von den Abwehrreihen und den Torhütern bestimmt und am Ende hatte der TV Neuhausen mit 23:22 (13:10) die Nase knapp vorne. Spiele in denen beiden Mannschaften nur knapp über oder manchmal sogar weniger als 20 Tore erzielen kommen neuerdings auch wieder öfter vor. Ist auch nicht verwunderlich wenn man, sollte die erste Welle nicht zu einem einfachen Tor führen, ein ruhiges Aufbauspiel bevorzugt und den Ball erst mal auf 14 Meter drölfmal im Kreis wandern lässt um dann nach und nach Druck aufzubauen. Nur wenn man das 57 Minuten lang macht, dann macht man sich die restlichen 3 Minuten auf der Bank zum Affen wenn man wie wild Zeitspiel fordert. Die Linie der Schiedsrichter war auch recht merkwürdig, zum einen bei Stürmerfoul und falscher Sperre recht kleinlich, zum anderen Neuhausen nur mit einer Zeitstrafe und auch Andreas Simon durfte den Schlusspfiff auf dem Platz erleben. Aber was das Zeitspiel angeht sind sie nicht wie viele andere in den letzten Spielminuten von ihrer Linie abgewichen. Wenn man komisch pfeift, dabei aber über das ganze Spiel eine klare Linie hat, können sich zumindest theoretisch alle darauf einstellen und gut ist.
Bereits lobend erwähnt wurden die Siebenmeter von Schiller, bis auf den einen der neben das Tor ging. Blöd nur, dass er erst der dritte Schütze war, so hat man insgesamt 3 Siebenmeter nicht verwandelt. Ligaweit bekommt man mit im Schnitt 6,1 die meisten Siebenmeter zugesprochen belegt aber mit einer Quote von 65,3% gerade mal Platz 17. Im Vergleich zu den Topteams mit Quoten um 80% macht das pro Spiel fast 1 Tor aus.
Auslosung für das DBH-Pokal Achtelfinale war dann auch noch. Es gibt ein Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen. Komischerweise bin ich mir nicht mal sicher, dass der TVN ausscheidet, denn Göppingen spielt bislang wenig überzeugend und hat seine Heimspiele gegen die Aufsteiger nur knapp gewonnen und der TVN war in der Lage den TV Hüttenberg in der Hofbühlhalle zu schlagen.
Nach der Auslosung gab es noch das Spiel Füchse Berlin gegen THW Kiel und mal ernsthaft, außer den Berliner kann das Gehampel von Heinevetter doch keiner mehr ertragen. Es nervt, werd erwachsen!

Aufstiegskandidat?

Hab ja lange nicht mehr über den TV Neuhausen geschrieben, wird mal wieder Zeit.
Im DHB-Pokal steht man nach einer über 800km langen Anreise und einem 31:33 (17:16) Sieg über HSG Tarp-Wanderup im Achtelfinale. Da kommt man so langsam in Grübeln ob man jetzt den THW Kiel daheim als Gegner haben möchte oder sich mit Losglück bis ins Final Four nach Hamburg spielt. Es sind neben 9 Bundesligisten noch zwei Vertreter aus Liga 3 dabei und neben dem TVN noch 4 weitere Zweitligisten von denen man diese Saison schon 3 geschlagen hat. Es sind also durchaus noch schlagbare Gegner im Topf.
In der Liga gab es zwar am letzten Spieltag die erste Niederlage und Kiel ist damit der letzte ungeschlagene Bundesligist, aber trotz der Niederlage steht man in der Tabelle weit besser da als gedacht. Auch waren die Fans des DHC Rheinland voll des Lobes und meinten der TVN wäre der bisher stärkste Gegner und durchaus ein Aufstiegskandidat. In Neuhausen hat auch schon der ein oder andere angefangen zu träumen und da muss ich mal wieder die Spaßbremse ziehen. Die Saison ist noch lang und auch letzte Saison stand man nach 7 Spieltagen ganz weit oben, man sammelt immer noch Punkte um den Abstand zu den vier Abstiegsrängen  möglichst schnell möglichst groß zu bekommen. Platz 10-12 am Ende, vielleicht sogar knapp Einstellig und ich wäre mehr als glücklich. 38 Spiele in der Runde und mindestens 4 im Pokal, da kann so einiges passieren. Und ich gebe es zu, ich bin ein klein wenig  froh, dass die Österreicher nicht bei der EM im Januar in Serbien dabei sind, sonst wären da noch ein paar zusätzliche Spiele für Thomas Bauer angestanden, denn mit der aktuellen Form wäre es sicher im Kader der Österreicher. Wenn man nach Weihnachten noch unter den Top3 ist, mach ich mir vielleicht noch mal so meine Gedanken, aber sonst gibt es den Aufstiegskampf ohne mich.
Naja nicht ganz, die zweite Mannschaft steht in der Landesliga ganz gut da und so wie sich am letzten Samstag zurück gekämpft haben um das Spiel in den letzten Sekunden zu drehen, kann es durchaus passieren das man oben mitspielt. Und wenn ich den Spielplan richtig im Kopf habe, spielt man recht oft am Samstag Abend wenn die erste Mannschaft ein Auswärtsspiel hat. Wenn man sich die langen Auswärtsfahrten wie ich nicht zu oft antun möchte eine gute Möglichkeit um nicht zu viele Handballlose Wochenenden verbringen zu müssen.