Kein Wort für Hausschuhe

Ich kapier nicht so ganz, warum Ausländer die Geschichte mit dem Schuhe ausziehen in Japan so kompliziert finden. Rennt ihr mit euren dreckigen Straßenschuhen über den Teppich im Wohnzimmer? Eben, und auf Tatami läuft man auch nicht mit seinen Dreckslatschen. Die Matten sind empfindlich. Wie oft habt ihr, als ihr irgendwo eingeladen wart, gefragt ob ihr eure Schuhe ausziehen sollt? In japanischen Häusern und Wohnungen kann man sich das Fragen sparen, einfach mit den Schuhen bis zur ersten Stufe, danach ohne.

Vorsicht Stufe!

Vorsicht Stufe!

Fürs Klo gibt es nochmal extra Schuhe, deswegen jetzt ein Tipp, wie man vermeidet plötzlich mit den Kloschuhen durch die Gegend zu laufen. Wenn ihr eine gesunde Durchblutung habt, braucht ihr die normalen Hausschuhe, die euch sowieso zu klein sind, nicht. Die Schuhe bei verlassen des Klos wieder ausziehen vergisst man nicht so schnell wie das Schuhe wechseln. Die Schuhe werden übrigens so hingestellt, dass man beim ins Klo laufen direkt rein schlüpfen kann, also einfach das Klo rückwärts verlassen. Alternativ, ihr macht ja die Klotüre hinter euch zu, da sieht keiner ob ihr die Kloschuhe anzieht oder nicht.
Bei Tempeln, Burgen und ähnlichem gilt, wenn bei einer Stufe lauter quadratische Boxen stehen und Schuhlöffel vorhanden sind, dann müsst ihr nur noch 1 und 1 zusammenzählen. Schuhe aus und rein in die Box. Falls ihr Angst habt, jemand könnte eure Schuhe klauen oder ihr wollt nicht dort raus wo ihr rein seid, dann kommen die Schuhe in die ausreichend vorhandenen Plastiktüten. Davon werden in Japan immer noch viel zu viele verbraucht. Und nur Socken ohne Löcher tragen kann doch so schwer auch nicht sein.

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Balderduck

Hat ja schon mal gut geklappt mit dem regelmäßigen vorstellen von Webcomics. Macht aber nichts, jetzt geht es weiter mit Balderduck. Was ist Balderduck? Zum einen nicht einmal ein Wort und zum anderen die englische Version eines griechischen Webcomics. Eine gute Mischung aus fortlaufenden Comics mit wiederkehrenden Charakteren und Single Panel Comics. So manche Serie ist trifft nicht ganz meinen Geschmack (The Dupont Family has Visitors), aber es sind oft genug Comics die mich so richtig zum lachen bringen wie den hier und den. Wer es nicht versteht, soll mal nach dem Infinite-Monkey-Theorem suchen bzw. ganz dringend Reservoir Dogs anschauen, dann könnt ihr  mitlachen und erfahrt auch noch um was es in Madonnas Lika a Virgin geht. Neue Comics gibt es zweimal pro Woche, Montags und Donnerstags.
Zum Webcomic gehts hier: Balderduck

Irasshaimase!

Orte die man bei einem Japan-Urlaub besuchen sollte: Depāto
Jedes mal wenn ich in Japan bin, versuche ich einmal früh am Morgen ein Depāto zu besuchen. Und wo findet man so ein Depāto? Nachdem Depāto nur die Kurzversion für das für Japaner zu lange und komplizierte Department Store ist, das kennt ihr ja schon von anderen englischen Begriffen und somit Kaufhaus bedeutet eigentlich überall. Mehrere tausend Kilometer fliegen und dann früh aufstehen um in ein Kaufhaus zu gehen? Ja, und nachdem Kaufhäuser auch in Japan relativ spät öffnen ist es auch nicht so früh am Morgen. Man muss aber ein paar Minuten vor der Öffnung da sein, einfach mal mitten am Tag hingehen geht nicht. Den Auftritt den die netten Begrüßungs-/Informationsstandsdamen hinlegen muss man einfach mal miterleben. Dann als einer der ersten Kunden rein in den Laden und sich von der kompletten Belegschaft begrüßen lassen. Und es machen wirklich alle Mitarbeiter mit, nicht nur die paar in den Geschäften am Eingang. Wenn man mit der Rolltreppe bis unters Dach fährt, stehen die in jedem Stock und warten auf die ersten Kunden. Bis auf den Teil mit der Rolltreppe sieht das ganze so aus:


Und weil ich hier eh schon dabei bin lauter Videos zu verlinken, noch was tolles aus Family Guy

Posting Fee and Fake-ID

Nachdem Darvish jetzt bei den Texas Rangers einen Vertrag über 6 Jahre für 60 Millionen unterschrieben hat, wird auch die Posting Fee von 51,7 Millionen fällig. Macht also zusammen deutlich über 100 Millionen ohne das Darvish jemals einen Ball in der MLB geworfen hat. Nachdem Darvish aber kein Free Agent war, sollte man nicht einfach beide Zahlen addieren sondern getrennt voneinander betrachten. Statt der Posting Fee hätte man bei einem Trade innerhalb der MLB für ein nennen wir ihn mal Prospect seines Kalibers schon mehrere eigene Top-Prospects abgeben müssen, so in Richtung Banuelos und Montero wenn nicht sogar ein Paket mit Walker, Paxton und Franklin und dann sind 51,7 Millionen immer noch viel, man hat aber nicht die eigene Farm geplündert. Das Gehalt ist dann für MLB-Verhältnisse auch nicht übertrieben, sollte er so gut werden wie einige erwarten und zum Pitching Ace der Rangers werden, dann sind 10 Millionen im Jahr sogar wenig. Felix Hernandez bekommt 18,5, Cliff Lee im für die nächsten 5 Jahre im Schnitt 25, CC Sabbathia 23 und sogar eine Krücke wie Burnett 16,5.
Das Posting System bleibt aber ein dämliches System, Teams können einfach irgend eine hohe Summe bieten, nur damit kein anderes Team gewinnt, die Verhandlungen scheitern lassen und müssen am Ende gar nichts zahlen. Die A’s wollten Iwakuma doch niemals ernsthaft verpflichten, haben aber trotzdem 19,1 Millionen für ihn geboten. Warum die Gebote verdeckt abgegeben werden, will mir auch noch nicht in den Kopf.
Was sonst noch passieren kann, wenn man ausländische Spieler verpflichtet, durften diese Woche die Cleveland Indians erfahren. Bis vor wenigen Tagen dachten sie noch sie hätten damals einen 18-jährigen Pitcher mit dem Namen Fausto Carmona verpflichtet. Jetzt wurde er beim Versuch sein Visum zu erneuern verhaftet und es stellte sich heraus Roberto Hernandez Heredia ist drei Jahre älter als alle dachten. Er heißt also nicht Fausto Carmona, ist nicht Jahrgang 83 und wenn man sich seinen ERA vom letzten Jahr anschaut (5.15) ist er möglicherweise nicht einmal Pitcher…
Um das Paket von vorhin besser einschätzen zu können noch die Mariners die beim Prospect Watch 2012 von MLB.com bisher genannt wurden: Hultzen (3. LHP), James Paxton (8. LHP), Tajuan Walker (8. RHP), Nick Franklin (6. Shortstop) und Jesus Montero auf Platz 1 bei den Catchern.

Das Auge isst mit

oder auch nicht. So langsam hat auch der Letzte bemerkt, dass die japanische Küche mehr zu bieten hat als Sushi. Die Rezepte werden dann auch selber probiert und dabei muss alles so japanisch wie möglich sein, man kauft sich billiges, potthässliches Geschirr im Asiashop um die Ecke und beginnt alles mit Stäbchen zu essen.  Bevor man zum ersten Mal Misosuppe macht, braucht man eine original japanische Holzschale obwohl es auch ein einfaches Glas tun würde:

Misosuppe

Misosuppe

Aus einer Kaffeetasse schmeckt es übrigens auch nicht besser oder schlechter. Für Okonomiyaki tut es auch eine einfache beschichtete Pfanne. Wobei da versteh ich echt nicht, warum das alle japanische Pizza nennen. Das ist ein herzhafter Pfannkuchen und keine Pizza. Nutzt doch zum probieren einfach die Geräte und das Geschirr, das ihr sowieso schon habt, wenn ihr dann so begeistert seid, dass ihr gar nichts anderes mehr kochen wollt außer japanisch, dann könnt ihr auch Geld dafür ausgeben. Bis dahin macht ihr Okonomiyaki in der Pfanne und esst es mit Messer und Gabel ohne dafür von irgendjemand ausgelacht zu werden.

Okonomiyaki

Okonomiyaki

Leute die ihr Okonomiyako so essen sind mit tausendmal lieber als Leute die ihre Wohnung vollkommen geschmacksbefreit im Asia-Style eingerichtet haben und mir das voller Stolz auch noch zeigen wollen.

100000

Nichtmal ansatzweise die Anzahl an Besuchern meines Blogs sondern der Kilometerstand meines Autos und davon ist auch weniger als die Hälfte von mir. War für mich aber trotzdem ein Grund, die letzten 5 Kilometer in einem Wohngebiet im Kreis zu fahren um beim umspringen von 99999 auf 100000 sofort anhalten zu können und den historischen Moment in einem Foto festhalten zu können.

100000

100000

Jesus is coming

Jetzt haben die Yankees doch noch ihr Pitching verstärkt und das gar nicht mal so schlecht. Mit Hiroki Kurado hat man einen meiner Meinung nach unterschätzten Pitcher verpflichtet der eine Super Nummer 4 abgibt, Innings frisst  und Japaner ist. Warum es so wichtig ist einen Japaner im Roster zu haben? Einfach mal in Japan schauen wie viele Kinder mit Dice-K Merchandise durch die Gegend rennen. Boston hat (noch) Matsuzaka, Seattle Ichiro, die Rangers demnächst Darvish und die Yankees seit dem Abgang von Matsui niemanden. Dafür wurden dann doch ein paar Spiele der Oakland A’s in Japan übertragen und sind wir mal ehrlich, ohne Matsui würde die doch keiner anschauen.
Vom Trade von Jesus Montero für Michael Pineda profitieren beide Seiten. New York hat mit Sabbathia, Nova, Kuroda, Pineda und Burnout Burnett endlich wieder eine Rotation die konkurrenzfähig ist und Seattle wenigstens ein wenig Power in der Offense. Jetzt bekommt man auch direkt heraus, wer besser ist Nova oder Pineda. Ich bleib bei Pineda. Fragt sich nur, ob man Montero als Catcher einplant oder in so jungen Jahren schon als reinen DH? Defensiv wird ja recht stark an Monteros Fähigkeiten gezweifelt und auf First Base soll Justin Smoak doch bitte mal über eine ganze Saison zeigen was in ihm steckt. Vielleicht wird ja aus Montero ein zweiter Edgar Martinez. Der hat beim Hall of Fame Voting übrigens weniger Stimmen als letztes Jahr bekommen. Liebe BBWAA seid ihr eingentlich noch ganz sauber im Kopf? Den DH gibt es jetzt seit 1973 und ihr jammert immer noch rum, jemand der nie im Feld gespielt hat, hätte in der HoF nichts verloren. Dann nehmt doch bitte alle Reliefe Pitcher wieder raus, die hatten doch in ihrem ganzen Leben keine 10 At-bats und haben somit nie zur Offense beigetragen. Deppen! Um Ackley, Smoak, Carp (dann wohl im Outfield), Liddi(?), Ichiro (nicht Leadoff) und Monetro lässt sich eine brauchbare Offense bauen.
Und das Pitching in Seattle nach den Trades von Lee, Bedard, Fister und Pineda in den letzten 1 1/2 Jahren? Über Felix Hernandez muss man nicht reden, Vargas bricht hoffentlich nicht wieder in der zweiten Hälfte ein und mit Iwakuma hat man ein günstigen Japaner verpflichtet der, wenn er gesund bleibt alle überraschen kann. Jetzt vielleicht noch einen günstigen Veteranen holen, wie zum Beispiel Jamie Moyer und da man dieses Jahr sowieso nichts reißen wird, kann man Hultzen, Paxton und Walker schön weiterentwickeln und vielleicht auch zumindest bei Hultzen längere Spielzeit in der MLB bieten.

Japanischer Migrationshintergrund

Am 12. 01.2012 hat die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung den Zweiten Indikatorenbericht vorgestellt. Der Indikatorenbericht erlaubt einen objektiven und datenbasierten Einblick in die Lebenssituation von Personen mit Migrationshintergrund.
Und jetzt gibt es von mir einen subjektiven, datenlosen, sehr begrenzten Einblick in die Lebenssituation von ein paar wenigen Personen mit japanischem Migrationshintergrund. Da bei mir der Geburtsort mindestens eines Elternteiles außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt sowie eine Zuwanderung dieses Elternteiles in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte, zähle ich auch zu den Personen mit Migrationshintergrund.
Was die Deutschkenntnisse betrifft , macht es einen Unterschied, wo man lebt, ob man männlich oder weiblich ist und ob man wegen der Arbeit oder wegen der Liebe nach Deutschland gekommen ist. Ein in Düsseldorf arbeitender Japaner, der ursprünglich nur für ein paar Jahre oder ein Projekt nach Deutschland sollte und dann hängen geblieben ist, kann auch nach einer halben Ewigkeit noch kein brauchbares Deutsch. Auf der Arbeit wird japanisch oder englisch gesprochen, einkaufen tut die Frau und wenn man die Wohnung mal nicht zum arbeiten verlässt, dann verbringt man die Zeit im japanischen Viertel. Der Freundeskreis besteht auch zum größten Teil aus Japanern. Hat einen die Liebe aufs Land verschlagen, dann lernt die Japanerin recht schnell deutsch. Einkaufen funktioniert auf dem Land nur auf deutsch, andere Japaner sind weit entfernt. Zu Beginn verbringt man, wenn der Mann auf Arbeit ist die meiste Zeit mit den Schwiegereltern und wenn die englisch können, dann hat man schon Glück gehabt. Wer mehr soziale Kontakte haben möchte, als einmal im Monat zu einem Japanertreff zu fahren, der hat dann auch deutsche Freunde.
Wenn man wegen der Arbeit aus Japan nach Deutschland kommt dann hat man recht sicher eine höhere Schulbildung. Man holt eher keine Hilfsarbeiter extra aus Japan. Mehrere Reisen ins jeweils andere Land, ohne das sie von einem Arbeitgeber bezahlt werden sind auch nicht billig und schränken die sozialen Milieus aus denen die Leute kommen schon recht stark ein. Eine höhere Bildung der Eltern hat unabhängig von einem Migrationshintergrund deutlich positive Auswirkungen auf die Schulbildung der Kinder.
Wird man in Deutschland diskriminiert? Da ich komischerweise einen deutschen Nasenrücken und braune Haaren habe, kann ich eigentlich nicht wirklich mitreden. Aber was man so mitbekommt, ja es kommt vor. Fremdenfeindliche Arschlöcher gibt es überall.
Und wie sieht es mit den Sprachkenntnissen der Kinder aus? Es gibt ja Migrantenkinder die nur eine wirre Mischung aus beiden Sprachen aber keine Sprache so richtig beherrschen. Deutsch können alle Kinder von Japanern die ich kenne fließend. Bei den Japanischkenntnissen hängt es wieder davon ab, ob man in Düsseldorf lebt, auf eine japanische (Sonntags-)Schule geht und ob der japanisch sprechende Elternteil sich um die Erziehung kümmert. Ein riesiger Nachteil ist es übrigens, wenn man nicht das älteste Kind ist, denn dann ist immer jemand in der Nähe der sich mit einem auf deutsch unterhält.
Falls mir noch mehr einfällt oder ich mir den Bericht mal ernsthaft durchgelesen habe, wird der Artikel eventuell noch ergänzt, überarbeitet oder es gibt noch einen zweiten Artikel. Bis dahin bleibt es bei diesem Geschreibsel.

All your Burger are belong to us!

Bei McDonalds gibt es jetzt erneut die Mein-Burger-Aktion, man kann wieder einen eigenen Burger kreieren und zur Wahl stellen. Die 20 mit den meisten Stimmen werden dann nach München eingeladen und 5 schaffen es dann für ein paar Tage auf die Speisekarte. Beim letzten mal gab es neben dem echt fragwürdigen McBrezel mit Kartoffelsalat und Leberkäse auch den Just Stevinho. Hinter dem steht eine nicht ganz kleine Community die für die nötigen Stimmen gesorgt hat und die dank der Aktion deutlich bekannter wurde. Damals haben die meisten wohl erst als die Werbung für die einzelnen Gewinner lief von der ganzen Sache erfahren. Dieses mal läuft alles anders, die Aktion wird von den verschiedensten Communities im Netz förmlich überrannt. Sogar McDonalds scheint nicht mit so einem Ansturm gerechnet zu haben, die Seite lädt extrem langsam oder manchmal auch gar nicht.
Mc Moot, /b/urger und 4chan, alle von 4chan belegen aktuell die Plätze 1, 9 und 11. Auf Platz 2 schafft es der Mc 9gag von 9gag.com, wenn man Memes auch beim 1000. mal noch lustig findet, dann ist man hier genau richtig. Ansonsten haben wir mit dem Mc Jay und dem oGs MC zweimal Starcraft 2 (Homerj und TeamLiquid) , MyDealz, einen Döner Roboter, die Tournee von 3 Rappern, My little Pony und einen Bodybuilder/Blogger/Youtuber.
Selber daran teilnehmen lohnt sich also nicht und Kreativität wird auch nicht wirklich belohnt, die meisten Burger unterscheiden sich nur darin ob ein- oder zweimal Rindfleisch auf den Burger kommt und ob mit oder ohne Bacon. Und ja ich esse hin und wieder mal bei McDonalds, wie furchtbar.

Jahr des Drachen

Oder warum mein Opa der Beste ist. Da die Japaner 1873 im Zuge der Meiji-Restauration den gregorianischen Kalender übernommen haben, feiern sie zeitgleich mit der westlichen Welt Neujahr und sind jetzt im Jahr des Drachen. Seit ein paar Jahren hängt bei meinen Eltern im Wohnzimmer ein Kakemono passend zum Jahr und manchmal auch zur Jahreszeit. Ein Kakemono ist im Prinzip einfach nur ein Rollbild zum an die Wand hängen. In einem traditionellen japanischen Haus kommt das Bild zusammen mit einem Ikebana, einem Blumenarangement in eine Tokonoma. Tokonoma sind die kleinen, erhöhten Nischen in einem Washitsu, einem Tatami-Raum. Toll wie ich mit japanischen Begriffen um mich werfe, oder? Hat man so eine Nische nicht zur Verfügung, dann wird es auch in Japan einfach an eine normale Wand gehängt und ihr könnt die ganzen Begriffe einfach wieder vergessen. Letztes Jahr war das Jahr des Hasen, daher auch die ganzjährige Osterdekoration in so manchem japanischen Restaurant und bei uns hing dem entsprechend ein von meinem Opa gemaltes Bild eines Hasen an der Wand. Zum neuen Jahr wollten wir dann das Bild durch das eines Drachen ersetzen. Kein Problem sollte man meinen, mein Opa hat früher gern und viel gemalt, unter anderem auch einen richtig tollen Tiger für mich, den ich hier vielleicht mal zeigen werde. Beim Bilder durchsuchen viel uns dann auf, dass mein Opa gar nicht alle Tiere gemalt hat, unter anderem fehlt der Drache und ein paar sind doppelt vorhanden. Der Kakemono hängt erst seit ein paar Jahren bei meinen Eltern und die fehlenden Tiere waren die letzten Jahre alle nicht dran, so ist es nie aufgefallen. Jetzt ist es leider zu spät um meinen Opa zu fragen, ob er den Drachen malen kann. Da kann man nichts mehr machen, dann hängen wir halt das Winterbild auf und wechseln passend zur Jahreszeit. Kaum hing das Winterbild, kam Post aus Japan. Der Tempel in dem mein Opa jetzt ist, hat uns ein Päckchen geschickt. Und was war drin? Ein Bild von einem Drachen.

Drache

Drache

Und deswegen ist mein Opa, obwohl er tot ist, immer noch der Beste.