Yann Martel – Life of Pi

Komischerweise ist der deutsche Titel des Buches nicht total bescheuert, sondern eine knappe aber gute Zusammenfassung des Buches, Schiffbruch mit Tiger. Auch der Buchrücken fasst es toll zusammen:
A boy of many faiths. A 450-pound Bengal tiger. A shipwreck. A lifeboat. The Pacific Ocean.
Trotzdem will ich jetzt doch noch mal ausführlicher schreiben worum es geht. Es geht um Piscine Molitor Patel, benannt nach dem französischen Wort für Schwimmbecken, irgendwann hat er es in der Schule satt schlechte Urinwitze hören zu müssen und nennt sich von da an Pi wie die Kreiszahl. Als Sohn eines Zoobesitzers wächst er im indischen Pondycherry auf. Eigentlich ein Hindu probiert er in seiner Jugend alle möglichen Religionen aus und ändert sie je nach Wochentag, er hat damit kein Problem, seine jeweiligen Lehrer aber schon. Als sein Vater beschließt aus zuwandern landet die ganze Familie plus Zoo auf einem japanischen Frachter Richtung Kanada. Doch der Frachter sinkt und die einzigen Überlebenden, Pi, ein Zebra, ein Orang-Utan, eine Hyäne und Richard Parker müssen sich ein Rettungsboot teilen. Dumm nur, dass es sich bei der Hyäne und Richard Parker im Gegensatz zu Pi und dem Rest des Bootes nicht um Vegetarier handelt. Haben bengalische Tiger halt so an sich. Daher reduziert sich die Besatzung relativ zügig auf zwei. Um nicht gefressen zu werden, zieht Pi auf ein selber gebasteltes Beiboot um, dass über eine Leine mit dem Rettungsboot verbunden ist. Und um nicht zu verhungern, muss er sich damit anfreunden Fische zu angeln, zu töten und dann zu essen, aber da ein Tiger nicht so super gut angeln kann, kann er Richard Parker mit den Fischen füttern und beginnt auch ihn zu dressieren. Aufgelockert wird der zweisamme Überlebenskampf bei dem beide immer schwächer werden durch die Begegnung mit einem weiteren Schiffbrüchigen auf hoher See, dem bekommt die Begegnung aber irgendwie nicht ganz so gut und die beiden sind schnell wieder unter sich. Zwischendurch finden sie auch eine an sich schöne Insel, auf der es sich eigentlich gut leben ließe, wenn die Insel ein Vegetarier wäre, ist sie aber nicht. Nach endlos langer Zeit schaffen sie es dann endlich an die Küste Mexikos und sind gerettet. Richard Parker macht sich sofort aus dem Staub in den Dschungel und wird nicht wieder gesehen, Pi landet in einem Krankenhaus. Dort suchen ihn zwei Japaner, die im Auftrag des japanischen Verkehrsministeriums den Untergang des Frachters aufklären sollen. Den beiden Herren erzählt er dann seine Erlebnisse mit dem Tiger auf dem Rettungsboot. Klingt völlig unglaubwürdig? Für alle denen diese Version nicht gefällt, gibt es auch noch eine ohne Tiger und fleischfressende Insel, die Version ist aber bei weitem nicht so toll.

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